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| Der Jagdhund Ausbildung und Führung des Hundes - Fragen & Austausch rund um die Jagd |
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#1 (permalink) |
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Registrierte Benutzer - unmoderiert
Registriert seit: 16.07.2009
Ort: Unterbreizbach
Beiträge: 39
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Hallo Foris!
möchte mal eine Fage in die Runde werfen. Wie bekommt Ihr den Jagdtrieb Eurer Hunde unter Kontrolle? Oder haben sie keinen Jagdtrieb und Wild ist ihnen gleichgültig? Wie händelt Ihr das so? Würde mich mal interessieren. Gespannte Grüße Holger! |
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#2 (permalink) |
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Gast
Beiträge: n/a
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Hallo Holger!
Mit Famira habe ich im Junghundalter entsprechend trainiert. Leider nicht mit Rehen, da keine zur Verfügung waren. Aber grundsätzlich das Jagen eben. Trotzdem habe ich leider vor kurzem feststellen müssen dass ein Reh sie doch gereizt hat. Wenn ich aufmerksam bin kann ich aber auf sie einwirken. Leider hat der Bubi jetzt das Jagen angefangen. Er ist ab sofort an der Flexi im Wald. Und gut is`. Dann bin ich auf der sicheren Seite. Ich könnte natürlich auch das Training mit ihm anfangen. Aber bei ihm habe ich noch eine andere Baustelle. Und das ist mir einfach zu viel. Da sichere ich ihn lieber und konzentriere mich auf die "andere" Baustelle. So brauche ich nur noch auf Famira zu achten und kann ihr Ansagen machen. Sie haben sich da auch gemeinsam etwas angestachelt, zusammen ist es einfach prickelnder. Das ist beendet. Viele Grüße Sibilla |
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#3 (permalink) |
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Ich, mich & meinereiner
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Sayah ist knapp zwei und hat Jagdtrieb.
Nicht extrem stark aber vorhanden. Zum einen trainieren wir natürlich immer und immer wieder den Rückruf. Zum andern laufe ich sehr vorausschauend mit ihr, in der Hoffnung das Wild vor ihr zu sehen und vor ihr reagieren zu können. Und wenn ich das Wild nicht vor ihr sehe habe ich dennoch eine Chance solange sie in dieser steifen Position vorm losdüsen verharrt. Daraus lässt sie sich zu mir rufen. Bin ich zu langsam saust sie los, mir kommt es allerdings eher halbherzig vor. Bisher ist es dreimal passiert das sie hinter einem Hasen hergerannt ist aber nie mit voller Kraft und auch immer nur ein kurzes Stück / maximal 15 - 20 Sekunden. Mir kommt es eher so vor als rennt sie "halt mal mit". Dennoch, auch das ist nicht okay und wir arbeiten weiter intensiv. Richtig ab geht sie allerdings bei Katzen. Da gibt sie alles was sie hat. Was ich sehr erstaunlich finde denn vor sitzenden Katzen hat sie Angst und würde sich niemals einer auf mehr als 2m nähern. Ich oute mich jetzt mal mit einer sehr naiven (blöden?) Frage. Sayah ist ein richtiges Lieschen, null zickig, null agressiv, herzensgut. Und ich frage mich oft ob der Instinkt so stark ist das der Hase, wenn sie ihn denn erwischt, auf jeden Fall Geschichte wäre oder ob es auch Hunde gibt die dann davorsitzen und einfach nichts mehr machen sobald der Hase nicht mehr rennt. Oder wären das dann nur die die gar nicht erst losrennen? LG Tina |
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#4 (permalink) |
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Gast
Beiträge: n/a
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Hallo Tina!
Zu Deiner Frage kann ich Dir eine Geschichte erzählen. Famira war knapp ein Jahr alt. Sie ist bei täglichen Spaziergängen am Rhein aufgewachsen. An der Südbrücke. Hinter dem Wall liegt ein Bauernhof und viel Acker. Wir gehen wie immer, es wird aber später. In einem ganzen Jahr haben wir dort noch nie einen Hoppelmann gesehen. Es dämmert. Famira hat ihr Blinkihalsband an. Auf einmal schießt sie los, über die Wiese, über den Wall, weg.........Ich habe gar nicht gesehen warum. Hoch auf den Wall, es wurde dunkel. In recht großer Entfernung sehe ich das Blinklicht vom Halsband. Es bewegt sich nicht. Ich rufe, es bewegt sich nicht. Ich dachte sie muß irgendwo festhängen. Also bin ich losgestapft. Aufgeregt. Durch kniehohen aufgeweichten Acker. Bis ich endlich bei ihr war sind ca.15 Minuten vergangen. Was war los? Sie hing nicht fest sondern lag auf dem Bauch und hielt einen Riesen-Feldhasen fest! Jedesmal wenn der sich schleichten wollte hat sie ihm wieder ins Fell gepackt. Sie war wie von Sinnen, ich konnte sie nicht abrufen, mußte mit ihr kämpfen damit sie den Hasen gehen ließ. Er war komplett heil. Famira hat mich wohl dafür gehaßt! Sie hat ihn doch so lange für mich verwahrt und ich bin so dämlich und laß ihn laufen.![]() Dann ging der Kampf durch den Matsch weiter. Famira mußte ich zerren, sie wollte einfach nicht mit. Das Jagdfieber war erwacht! Ab diesem Tag ist sie noch drei Tage hintereinander, trotz gutem Aufpassen von mir wieder abgedüst und dann war das Spiel vorbei. Wir sind dann lange woanders spazieren gegangen und haben das Antijagdtraining absolviert. Was ich damit sagen will, Famira hat den Killerinstinkt wohl nicht. Sie würde ein gefangenes Karnickel wahrscheinlich nicht töten. Bubi ist da kompromißlos. Er hat einmal zwei Kaninchen, die dumm und naiv auf dem Weg hockten, innerhalb von Sekundenbruchteilen beide sofort getötet. Nicht geschüttelt, nichts. Einfach nur in die Schnauze, zugedrückt, ausgespuckt, das nächste. Die haben noch nichtmal gequietscht. Ein Hase der sitzenbleibt nachdem er gerannt ist kann ich mir nun nicht vorstellen. Katze schon! Da würden meine beiden aber sowas von schnell abbremsen und sich zurückziehen! Da bin ich ganz sicher. Ich weiß ja wie Bubi erzogen worden ist von Püppi. Damals war er ein 50-Kilo-Kamerad als er bei uns eingezogen ist. Aber die Püppi hat ihm ganz zügig Respekt beigebracht.Auch heute noch beschwert er sich weinend bei mir wenn Püppi ihm mal wieder eine mitgegeben hat weil er nicht aufgepaßt hat. Das war jetzt lang, aber so ist das manchmal mit Geschichten, sorry! ![]() Liebe Grüße Sibilla |
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#5 (permalink) |
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Ich, mich & meinereiner
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Also ist die Chance 50/50 das sie es entweder totbeißen oder aber totspielen bzw totbewachen ... was nicht wirklich besser ist.
Kann nicht mal jemand rennende, täuschend echt aussehende Kaninchendummys erfinden mit denen man testen und üben könnte ... LG Tina die auch ein schlechter Jagdpartner ist nur weiß das Sayah noch nicht |
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#6 (permalink) |
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Registrierte Benutzer - unmoderiert
Registriert seit: 30.07.2009
Beiträge: 59
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Hallo,
Tina, Kody reagiert wie Deine Maus, wenn Katze stehen bleibt bleibt er auch stehen und wartet bis sie wieder losrennt Bei Kody ist es nur das kurze hinter her rennen, er hat mir diesen Winter ein Babykaninchen gefunden, halb verhungert, das arme Ding, Kody hat sich gefreut wie ein verrückter, hat es aber nicht festgehalten, er kam zu mir gespurtet und rannte wieder zu ihm, bis ich kam um mal geschaut habe was er da gefunden hat, ich habe es mitgenommen und zu einer Aufzuchtstation gebracht, Kody lief total stolz neben mir als ich das Mäuschen nach Hause getragen habe Auch 2 Bussarde hat er mir diesen Winter gezeigt auch halb verhungert, ja auch diese habe ich mitgenommen zum TA gerannt, mit Falkner in Kontakt getreten, eine Provisorische Foliere gebaut aufgepeppelt und wieder frei gelassen, der eine Bussard hat sich so sehr an Kody gwöhnt das er ihn ganz nah an sich ran lässt, finde ich toll Ich kann sagen Kody ist kein Wildbeißer eher ein Retter ![]() Ich hoffe nur das er langsam damit aufhört, haben irgendwann keine Kapazitäten mehr die ganzen Wildtiere unter zu bringen ![]() Lg Antje |
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#7 (permalink) | |
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Gast
Beiträge: n/a
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Zitat:
Und wann weißt Du dann wann das Dummy tot ist? Also ich habe mit Famira in Hasenauslaufgebieten geübt. Man weiß ja wo viele Kaninchen sitzen. Und ich bin dann morgens früh, wenn noch kein Hund sie verscheucht hatte, mit ihr dort hin. Angeleint natürlich. Und dann haben wir stillgestanden und den Kaninchen beim Spielen zugesehen. Leise gesprochen und Famirchen gelobt und feine Leckerchen verteilt. Dann bin ich langsam flüsternd und vorsichtig mit ihr weitergegangen in Richtung der Kaninchen. Die haben sich dann auch langsam in Bewegung gesetzt und sind abgehöppelt. Wenn Famira dann einen Ruck an der Leine gemacht hat habe ich ihr gesagt "Nein" Kaninchen fein laufen lassen und sie wieder gelobt. Als wir dann so nach und nach durch die Kaninchen waren und alle verschwunden waren gab es wieder fröhliches lautes Lob und Party!![]() Das haben wir so oft wie ich gerade Lust hatte morgens veranstaltet. Der Supertruper-Rückruf wenn es im Freilauf heute mal losgeht ist leider etwas in Vergessenheit geraten. Das liegt wohl an meiner Baustelle Bubi. Den werde ich jetzt auch mal wieder mit Famira üben. Viele Grüße Sibilla |
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#8 (permalink) |
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Registrierte Benutzer - unmoderiert
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Wollt ihr Theorie? Nein? Ich geb sie euch dennoch:
Jagdverhalten läuft in verschiedenen Sequenzen ab, die da wären: 1.-orientieren (schnüffeln, umsehen) 2.-fixieren 3.-beschleichen 4.-hetzen 5.-packen 6.-beschädigen Aus 1-3 kann ich meinen Hund noch abrufen. Habe ich das verpasst läuft das automatische restliche Programm ab. Bisher ist es beim Hetzen geblieben, zumindest so weit ich das beurteilen kann, da gnädige Frau ausser Sicht verschwindet. Ich war sehr geschockt als Angel zum ersten Mal Exkursionen unternommen hat. Bis ich gelernt hatte ihre Zeichen zu lesen war sie sicherlich jeden 2.-3. Tag auf und davon, jedesmal nur für wenige Minuten, aber sie war weg. Mitlerweile schafft sie es nur noch 1-2 mal im Monat mich zu überrumpeln, ich mache Jagdkanalisationstraining mit ihr, arbeite an ihrer Impulskontrolle, gehe zusammen mit ihr einer Rehspur nach, beobachte Rehe und auch Kaninchen und belohne fürstlich jedes freiwillige umorientieren zu mir, weg von jagbarem. Wir werden wohl lebenslang einen Jagdlich hoch motivierten Hund haben und Angel wird immer wieder mal Schleppleinen-Zwang auferlegt bekommen. Aber das was sich in den letzten Monaten positiv verändert hat lässt mich hoffen... LG Betty |
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