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| Erziehung & Verhalten Fragen, Tipps & Tricks bei Verhaltensauffälligkeiten....alles hier rein |
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#1 (permalink) |
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Leader of the pack
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Mich würde mal interessieren, wie und ob Eure Hunde Territorialverhalten entwickeln. Und natürlich, wie und ob Ihr das forciert habt!
Wir wohnen hier sehr abgelegen und die Hunde haben u.a. auch Wachfunktion. Wenn jemand kommt, dann immer mit Auto (zu weit und zu steil zum Laufen). Großes Gebell bei Ankunft, Sammeln der Bestien und Sitz, Begrüßung der Ankömmlinge durch uns, Hunde dürfen kommen – und alles bestens. Andere Hunde werden allerdings nicht toleriert. Unser Gärtner hatte allerdings einmal – ohne vorher Bescheid zu sagen – Besuch bekommen. Zwei seiner Freunde waren den Berg hochgekraxelt, Henry hatte das Tor geöffnet und im Nu waren die beiden Ärmsten von fünf wild bellenden Bestien umzingelt. Riesen-Theater aber keine „Feindberührung“. Außerhalb des Grundstücks beim Spazierengehen werden Leute zwar verbellt, aber nicht angerührt. Kommt aber extrem selten vor, daß uns jemand in der Finca begegnet. Heute nun war gerade am Malen und alle fünf pennten um mich herum. Urplötzlich waren es nur noch drei... Zambo und Zulu hatten sich in Sekundenbruchteilen und lautlos weggebeamt. Und dann hörte ich schon das Geschrei. Angrenzend an unser Grundstück befindet sich eine große Kaffee-Plantage. Und es ist gerade Erntezeit. (Heute früh hatte ich den Pflückern die Hunde vorgestellt und ihnen erzählt, daß möööööööglicherweise die Banditen, falls sie verdächtigen Lärm hören, zu Besuch kommen könnten. Da die Kaffeesträucher mannshoch sind, rufen die Pflücker üblicherweise alle paar Minuten, um die Orientierung zu behalten. Und das hören Hundeohren auch hier oben. Aber keine Angst, sind liebe Banditen, nur eben rettungslos verfressen...) Na jedenfalls bin ich gleich den Berg runtergerast - und richtig: 11 Pflücker in den Bäumen und zwei Mist-Thölen, die gerade den Proviantbeutel plündern wollten. Peinlich, peinlich... Tausend Entschuldigungen, Gelächter, eine Stunde Strafexerzieren (für die Banditen). Die Herren sind ja noch in der Lehre - meine drei Ladies würden sowas nie machen. Trotzdem darf sowas natürlich nicht passieren. Eben habe ich das Loch im Zaun gefunden - Zulu ist mit seinen 58 kg einfach geradeaus gegangen und hat die Metallstreben auseinandergebogen. Muß sehr interessant geklungen haben da unten... Mir ist schon klar, daß unsere Lebenssituation hier eine völlig andere ist als in Deutschland, aber wie ist das bei Euch? Unterscheiden Eure Hunde, was ihr Territorium ist und was nicht und agieren sie unterschiedlich? Habt Ihr Erfahrungen mit ungebetenen Gästen und wie haben sich die Hunde verhalten? LG Heike |
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#2 (permalink) |
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Fellow
Registriert seit: 15.07.2009
Ort: Hessen
Beiträge: 1.062
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Huhuu Heike
bei uns ist gerade das Gegenteil der Fall, hier gehen den ganzen Tag Leute ein und aus. Also hier oben in der Wohnung ist es überhaupt kein Problem, die Hunde sind es gewöhnt und haben gelernt, Besucher nicht zu belästigen. Der Ridgeback z.B. ist fremden Personen eh nicht so zugetan und beachtet sie meistens nicht grossartig. Sind sie aber im Stall oder draussen auf dem Gelände, da machen sie grosse Unterschiede zwischen Fremden und Leuten die sie kennen. Die Leute, die im Stall öfters ein und ausgehen wie z.B. zwei Einsteller die wir haben, oder der Hufschmied und die diversen Tierärzte die öfters kommen. Da muss ich auch nicht unbedingt anwesend sein, sie lassen sie problemlos rein und raus. Anders verhält es sich aber bei dem Ridgeback, wenn er ganz fremde Personen auf dem Grundstück sieht, die verbellt er dann sofort und spurtet auch sofort auf sie los. Wird natürlich dann urplötzlich von mir gestoppt. dann meckert er aber immer noch bisschen rum, man muss sich ja Respekt verschaffen ![]() Fremde Hunde, d.h. Rüden werden von dem Jack Russel hier gar nicht geduldet, bei dem Ridgeback ist das unterschiedlich, aber auch was Anderes als draussen, da hat er selten Probleme mit Rüden. Ich dachte immer, er habe auch keinen Schutztrieb, aber da hat er mich mal vom Gegenteil überzeugt. Ein Bekannter hatte sich abends leise hoch bis zur offenen Tür geschlichen und wollte mich wohl erschrecken. Ich sass im Casino und war am lesen, mein Hund hatte ihn wohl gehört und fing leise an zu brummen. In dem Moment, als der Bekannte den Kopf durch die Tür steckte, schoss der Hund hoch und sprang auf ihn los. Es sah nicht aus, als habe er freundliche Absichten, ich kannte meinen Hund so gar nicht und konnte ihn gerade kurz vor meinem Bekannten stoppen. Der war ganz schön erschrocken, er meinte dass er den Hund meistens schlafenderweise kenne und ihm das nicht zugetraut habe. Sowas hat Der jedenfalls nie wieder gemacht. Hier laufen selten Leute am Grundstück vorbei, aber wenn dann werden sie auch kräftig verbellt. LG Ursula |
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#3 (permalink) |
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Gast
Beiträge: n/a
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Hallo,
mein Hund bellt nie und jeder darf bei uns ein und aus gehen, egal ob Tier oder Mensch. Und da bin ich sehr froh drum. Anschlagen auf dem eigenen Terrain finde ich ok, wenn ich als Halter dann aber das Laut geben beenden kann und dem Hund vermitteln kann, dass ich nun schaue was weiter passiert. Heike, stört Dich das Verbellen beim Spazieren nicht? Also ich denk Du hast da bislang Glück gehabt, mag auch an Eurer Lebenssituation liegen, aber hier hättest Du arge Probleme. Ich würde aber auch aufmucken wenn mich 5 RR draußen verbellen würden und den Halter fragen, wo das Problem ist. Man muss halt immer gucken wie die eigene Lebenssituation ist und wie Hund sich da am optimalsten verhält. Da liegen ja oft die Probleme, wenn Hundi sich nicht umweltkompatibel verhält. Meiner würde zwar jeden Einbrecher rein lassen und ob er mich beschützen würde wage ich auch zu bezweifeln. Wenn der Angreifer was zu essen mit hat wäre das dem Bach sicher egal. Aber das bringt mir mehr Vorteile als Nachteile. Mein Hund hat keinerlei Ressourcenaggression, egal ob das Futter, meine Person oder Territorium anbelangt. Und das obwohl er Futter und auch meine Person sehr liebt. Aber ich kann halt jeden rein lassen und muss nie darauf achten, dass eine problematische Situation entsteht. Und mein Leben ist dadurch sehr einfach mit diesem Hund. Stellt Euch mal vor ihr kippt beim Spazieren um und seid ohnmächtig. Und Eure Hunde lassen keine Hilfe an Euch ran. Das wäre auch doof. So hat alles seine Vor- und Nachteile. *g* LG Regine |
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#4 (permalink) |
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Leader of the pack
Themenstarter
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Klar, Regine, prinzipiell hast Du natuerlich recht.
Unsere aelteste Huendin, die ihre ersten 5 Jahre in Dtl. verbracht hat, hat auch eine gaenzlich andere Erziehung und reagiert auch anders. Nur, hier in CR gibt es keine freie Flaechen, keine Parks oder Waelder, in denen man mit Hunden spazieren gehen kann und wo sie auch mal laufen koennen. Jeder Zentimeter ist Privatbesitz. Und in der Finca (ich bin hoechst dankbar, dass der Besitzer uns erlaubt, dort mit den Hunden zu laufen) stehen die Kaffee-Buesche dicht an dicht, so dass die Hunde schon nach drei Metern ausser Sicht sind. Fremde Menschen treffen wir vielleicht dreimal im Jahr - nicht oefter. Dafuer gibts aber nachts Kojoten, die uns nun tunlichst meiden und nur nachts in der Ferne heulen (unsere "Woelfe" heulen dann mit) und anderes ungebetenes Getier. Unter anderem auch ungebetene Zweibeiner. Diebstahl ist hier ein Kavaliersdelekt, das kaum geahndet wird. Da wird alles geklaut, was nicht niet-und nagelfest ist. Sogar in der Erde verlegte Kabel werden ausgegraben und weiterverkauft. Bei uns nicht ...Ist wirklich vieles anders. Aber schon interessant, wie es bei Euch so laeuft. LG Heike Wir gehen uebrigens immer zu zweit - ich bin zwar eine Walkuere, aber 5 ausgewachsene RRs zu halten, traue selbst ich mir nicht zu.
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#5 (permalink) |
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Fellow
Registriert seit: 15.07.2009
Ort: Hessen
Beiträge: 1.062
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Also ich bin eigentlich schon ganz froh, dass unsere Hunde ein wenig wachsam sind. Durch die Molosser, die ich früher über 20 Jahre hatte, bin ich das auch so gewöhnt, bei Denen ist der Schutztrieb schon sehr ausgeprägt.
Was aber absolut nicht heissen soll, dass ich meine Hunde nicht immer und überall hin mitnehmen kann und sie sich auch benehmen. Wir wohnen total einsam und abgelegen, haben auch überhaupt keine Nachbarn. Es ist auch ein sehr beruhigendes Gefühl, wenn wir mal für ein paar Stunden unterwegs sind. Man kann problemlos durch den Stall in die Wohnung gelangen wenn man über den 2 Meter hohen Zaun klettert. Der Hufschmied, die Einsteller und auch der Tierarzt haben einen Öffner für das Tor und die werden auch freundlich begrüsst, auch wenn wir nicht da sind. Fremde dürften es nicht versuchen und das ist für mich so in Ordnung. Wenn ich Jemand reinlasse, ist es grundsätzlich für Beide o.k. und sie beachten es nicht weiter. Auch unterwegs beim Spaziergehn werden Fremde nicht verbellt. Der Ridgeback ist nur hier zu Hause wachsam und gerade so viel, dass es nicht unangenehm ist. Verfressen ist er zwar auch ohne Ende, nimmt aber von fremden Personen nichts an. Das habe ich nicht geübt, sondern das war schon immer so. Ich finde ihn gut so wie er ist. LG Ursula |
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#6 (permalink) |
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Gast
Beiträge: n/a
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Hallo,
im Vordergrund steht immer die Lebenssituation wie man hier so schon deutlich sieht. Finde ich sehr interessant! Da ich ja einen sog. "Kampfhund" habe sieht das ganze nochmal anders aus, da darfste eh so wenig wie möglich auffallen. Wenn der jetzt draußen Personen verbellen würde hätte ich schon ein großes Problem. Ursula, was für Molosser hattest du denn? Ich bin ja soooo ein Fan aller grobschlächtigen, bulligen Hunde!!! |
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#7 (permalink) | |
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Fellow
Registriert seit: 15.07.2009
Ort: Hessen
Beiträge: 1.062
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Zitat:
Habe eigentlich immer nur gezüchtet, wenn ich selbst wieder einen Hund grossziehen wollte. Damals war glücklicherweise das ganze Kampfhundegeschrei noch nicht, meine Hunde waren bei den Kindern in der Nachbarschaft sehr beliebt, vor allen Dingen die engl. Bulldog Hündin, die war für jeden Quatsch zu haben. Trotz dem starken Schutztrieb, den diese Rassen haben, gab es niemals Probleme. In unserem Haus ist ein ständiges Kommen und Gehen und mindestens 5 Molosser lagen bei mir immer irgendwo in der Wohnung rum. Das Schöne an diesen Hunden ist, dass ihr Schutztrieb nur dann zum Vorschein kommt, wenn es wirklich drauf ankommt. Sie sind wirklich nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen. Ach jetzt komme ich schon wieder ins Schwärmen. Leider sind die Molosserrassen nicht gesund und die Züchter haben damals (und ich denke, dass ist heute eher noch schlimmer) mehr gegeneinander als miteinander gearbeitet. Das hat mich dann letztendlich dazu gebracht nicht mehr weiter zu machen, denn man kämpft gegen Windmühlen. Es ist sehr schade um die Rasse, aber das ist ja leider bei vielen anderen Rassen auch so. LG Ursula |
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#8 (permalink) |
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Registrierte Benutzer - unmoderiert
Registriert seit: 30.07.2009
Beiträge: 59
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hallo,
also unser dicker bellt außerhalb des grundstückes auch nicht, im grundstück sieht es schon anders aus, kommt jemand zeigt er an, ist der jemand bekannt wird sich gefreut ist der jemand unbekannt wird sich an den zaun gestellt und leicht gegrollt, ich kann dies sofort untersagen, jedoch ist sein anzeigen von uns erwünscht fremde lässt er ohne unser einverständis nicht rein und das ist auch gut so finden wir beim spazierengehen werden fremde personen ignoriert das sieht in der dämmerung auch wieder anders aus, kommt mir da eine einzelne person entgegen und wenn es noch ein großer stattlicher mann ist wird leicht gekrummelt und er ist sehr aufmerksam, sage ich ihm dann das alles ok ist entspannt er sich sofort ach, hündinnen dürfen uneingeschränkt ins grundstück, kastrierte rüden sowie so, intakte rüden kommt darauf an mal ja mal nein und wenn ja legen wir ein besonderes augenmerk darauf nur zur sicherheit lg antje |
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#10 (permalink) |
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RR-Mama
Registriert seit: 15.07.2009
Ort: Steyerberg, Ldkrs. NI, Niedersachsen
Beiträge: 624
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Huhu zusammen,
bei uns ist es ähnlich, wie bei Antje.... Unsere Hunde leben ja nun im Rudel - und passen fein auf, daß "ihr" Grundstück sauberbleibt - sprich, sie zeigen auch an, wenn Personen oder Fahrzeuge eintreffen. Je nachdem, wer es dann ist - fremd oder bekannt - nett oder doof - schlägt das "Anzeigen" dann um in hocherfreutes Gequietsche Es kommt auch eigentlich niemand ohne unsere Begleitung in den Bereich, wo unsere Hunde laufen - es sei denn, es ist ein Familienmitglied oder eine ähnlich anzusehende Person. Bei allen anderen muß ich halt entweder das Signal geben, daß die Leute ok sind - bzw. die Hundis doch etwas davon abhalten, Freunde allzu stürmisch zu begrüßen ![]() Im Freien kommt es auf die Personen an, die uns begegnen. In der Regel interessieren unsere Hunde andere Passanten nicht so sehr - "Kapuzen-Menschen" ausgenommen Bei Hunden kommt es widerum auf Rasse und Geschlecht, sowie Verhalten des Gegenübers an....normal, oder?!?Ähnlich ist es, wenn wir Hunde-Besuch bekommen. Da bestimmt die Sympathie, wer reindarf. Es gibt da bestimmte Freunde und Freundinnen, die halt schon fast zur Familie gehören. Mit fremden - oder lange nicht gesehenen Artgenossen wird erstmal eine Runde auf "neutralem Grund" gedreht, dann aufs Grundstück - und wenn da alles fein ist, kann man auch ohne weiteres ins Haus. ...es sei denn, eine unserer Damen ist grad frischgebackene Mama - dann haben "rudelfremde" Hunde im "Revier" nix zu suchen - da kennen die Damen kein Pardon - aber das finde ich auch verständlich....
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Grüßle vom Bauernhof - Michaela
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