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Erziehung & Verhalten Fragen, Tipps & Tricks bei Verhaltensauffälligkeiten....alles hier rein


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Alt 14.02.2010, 18:55   #1 (permalink)
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Standard Schleppleine gerissen

Ist Euch das auch schon mal passiert
Geh mit Amani seit 2 wochen mit Schleppleine
das Wild kommt immer näher und so viel.Letzte woche brachte er uns einen Hasen
der muss aber schon Tod gelegen haben
jedenfalls ist er im moment wie im Rausch (durch die 7 Kilo weniger denkt er selber er ist ein Reh )und wie es kommen musste heute Nachmitag erst 2 Hasen dann 3 Rehe und was passiert die Schleppleine ist gerissen.
Ich stand da und habe nicht schlecht geguckt
toll und hinter das Reh zack .
Wie haltet ihr eure Hunde von dem Jagen ab?
Wir haben überrall Hasen Rehe Rebhühner volles programm
Ja ich weiss dahin gehen wo kein Wild ist, ist aber im moment nicht so einfach
__________________
Lg
Elvira und Amani der Softie
ridgebackamani ist offline  
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Alt 14.02.2010, 20:27   #2 (permalink)
Admin Anja mit 12 Pfoten-Chaostruppe
 
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Hallo Elvira,

ich hab es mal als neues Thema gestellt und hierher verschoben.

Bis jetzt ist uns die Schleppi noch nicht gerissen. Da würde ich aber auch nicht schlecht schaun.
Zum grössten Teil übt mein Mann mit Jade. Das Problem mit dem Jagen haben wir aber auch noch nicht so ganz im Griff
(Das liegt aber mehr an unserer Disziplin des konsequenten Trainings)

Ich hatte letztes Jahr das Buch "Antijagdtraining" von Pia Gröning und Ariane Ullrich und die DVD "Das Lehrvideo zum Buch" bestellt. Kann ich nur wärmstens empfehlen.


Lieben Gruß, Anja
__________________

Wer gleichgültig gegen ein treues Tier ist wird auch für seinesgleichen kein Herz haben.

Friedrich der Grosse
Jade&Rudel ist offline  
Alt 15.02.2010, 08:05   #3 (permalink)
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Puh Elvira,

vom Jagen abhalten ist das Schwierigste was ich mir vorstellen kann. Manche sagen ohne aversiv zu werden klappt das nicht. Ich mag daran nicht glauben. Bei uns kommt es wirklich sehr darauf an wie schnell der Reiz (plötzliche Bewegung) auftritt und ob ich das Wild zuerst sehe, Angel dann ranrufe und mit ihr gemeinsam Wild beobachte. Klappt das ganz gut gehen wir ein Stück der Wildspur nach.

Letztens habe ich die beiden Rehe vor ihr gesehen. Ich hab sie angeleint und sie dann auf die beiden hingewiesen. Wir haben geguckt und Angel konnte sogar noch sitzen. Also hab ich sie an der Schlepp losgeschickt "such die Rehe". Keine 2 Minuten über Stock und Stein standen wir wieder vor den beiden Waldbewohneren, die sichtlich verdutzt aus der Wäsche guckten.

Da Angel beim 2. Sichten sehr viel aufgeregter war als beim ersten Gucken hab ich ein kleines Fang/Jagdspiel mit mir inszeniert, Futter geworfen (Beute machen) und wir sind dann gemütlich den Weg lang gegangen.

Ich versuche das aktuelle Bedürfnis nach Jagen so gut ich es als Mensch kann nachzuahmen und ihre Bedürfnisse dahingehend zu befriedigen.

Dazu gehört:
-orientieren (wo ist das Wild)
-fixieren (anschauen lassen, aber immer wieder Alternativ-Verhalten abfragen wie ein "Sitz", also an der Impulskontrolle arbeitn und gleichzeitig kann man so kontrollieren wie weit der Hund noch in unserer Welt ist)
-anschleichen (diesen Punkt lässt Angel gerne aus*kicher*)

bis hierher ist mein Hund super ansprechbar. Danach wirds schwierig

-hetzen (selbsterklärend, wir laufen dazu immer schnell den Wildspuren nach)
-packen (das Reh darf es ja nicht sein, also ein Zerrspiel mit Mutti)
-beschädigen/totschütteln (Zerrteil loslassen, Hund darf Beute machen. Wird gegen Lecker getauscht)

Eine Schlepp ist mir auch noch nie gerissen, ich hab mir jetzt ein Teil aus Biothane gekauft. Wird nicht nass, ist nur bei der Kälte etwas steif, die Reissfestigkeit soll immens sein, kommt aus dem Reitsport. Ich meine ich hab was von 480 Kilo Zugkraft im Kopf bei der 19mm breiten Biothane-Schlepp.

Ansonsten hab ich auch eine etwas kürzere, 5 m Schlepp aus Leder ohne Handschlaufe wegen dem Hängenbleiben. Dass man eine Schlepp nur am Geschirr festmacht und das bitte nur am Rückenring muss ich nicht extra erwähnen oder?

Evtl war deine Schlepp einfach nicht fürs Hundchen breit/stabil genug? Vorschäden?

LG Betty,
Angel ist offline  
Alt 15.02.2010, 09:36   #4 (permalink)
chal95
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Hallo Elvira , da kann ich Dir nur einen Tipp geben . Besorge Dir ganz schnell eine Schlepp aus Biothane oder Leder ! Wir hatten das hier vor zwei Wochen , Schlepp aus Nylon , Hase und gerissen...Gebremst hat ihn das Auto , vor das er voll Speed gerannt ist...Hase hat es überlebt , Hund auch ohne Verletzungen ( wir wundern uns immer noch darüber ) , obwohl er einen Salto über die Motorhaube gemacht hat . Ich habe jetzt Anja´s Beitrag nicht gelesen , deshalb vielleicht ein schon gegebener Tipp : zwei Bücher , " Jagdhund ohne Jagdschein " von Sabine Middelhaufe , " Antijagdtraining " von Pia Gröning . Wir werden demnächst auch noch ein AJT - Seminar mit Pia Gröning besuchen . Viel Erfolg , Susanne
 
Alt 15.02.2010, 09:46   #5 (permalink)
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Hallo ihr Lieben,
vielen Dank
es kann doch nicht sein meine Nachbarin hat ein Howa und sieht nie oder selten Rehe
ich war eben gassi wieder 3 Rehe bin woanders gelaufen.
Das Reh gestern war kein Meter neben uns gelaufen es war Kopf an Kopf und da ist sie gerissen
Werde heute gleich losgehen und mir eine feste holen wir haben die 2 Jahre und nie war was.
Ja ich weiss jagen kann man nicht angewöhnen nur kontrolieren.
Und ich schaue schon über all hin die lachen mich schon aus.
Es muss irgendwas passieren eine Bekannte arbeitet nur mit Strom!!
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Lg
Elvira und Amani der Softie
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Alt 15.02.2010, 12:55   #6 (permalink)
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Hallo,

wir haben eine begnadete Jägerin zu Hause - leider. Ihr Jagderfolg stellte sich mit 6 Monaten ein und wir haben wirklich alles unterbunden, was für sie jagdbar sein könnte, wirklich alles. Doch das Schicksal meinte es anders mit uns, wir waren spazieren und ich ließ sie absitzen. Sie gehorchte brav, ich leinte sie ab und gab ihr das Komando LAUF und unterstrich den Befehl mit dem ausgestreckten Arm. Und da passierte es, zeitgleich mit meinem Befehl ging der Hase 1 Meter vor uns aus der Deckung hoch und schwupps war mein Hund mit Hetzlauten hinter dem Hasen her.

Seit diesem Tag ist alles anders, die Triebigkeit ist so tief in ihr verwurzelt, dass echt alle Schotten zugehen, wenn wir auf Wild treffen, es kann dann passieren, dass wir eine schreiende Hündin im Geschirr stehen habe. Selbst die Konditionierung auf ein absolut heißgeliebtes Spielzeug funktioniert dann nicht. Da ist es schon passiert, dass sie eine Spur in die Nase bekam und es einfach fallen ließ und weg war sie, obwohl sie normalerweise nur Augen für das Spielzeug hat, wenn es dabei ist. Selbst Hunde sind dann uninteressant.

Zum Glück kommt sie relativ zügig - 2 bis 3 Min. - zurück, aber die Gefahr, dass was passiert ist leider trotzdem gegeben. Wie gestern z. B. wir unternahmen bei strahlendem Sonnenschein und tollem Pulverschnee einen Spaziergang. An bestimmten Stellen blieb mein Hund natürlich an der 5-M.-Leine, aber als ich an einem Punkt ankam, wo ich die Gegend weit übersehen konnte, durfte sie freilaufen.

Ging auch alles gut und wir machten Nasenspielchen. Bajana musste am Platz verbleiben und ich ging ein Stück voraus, sie wartet dann immer auf ein Kommando und wenn sie angerast kommt, werfe ich die Leckerchen weg und sie sucht sie. Tja, wir waren gerade mitten drin, als ich mich von ihr ein paar Schritte entfernte, mich herum drehte und ihr das Kommando geben wollte, als ich merkte, dass sie nach rechts schaute, wie gebannt. Ich mich also in diese Richtung gedreht und dachte ich falle vom Glauben ab, hüpfen doch seelenruhig zwei Rehe etwa 200 Meter neben uns übers Feld.

Ich wie erstarrt, konnte natürlich nicht so schnell reagieren und Bajana schoß davon - ganz toll. Verlor sie aus dem Blickfeld, weil sie bergab hinter den Rehen in die Senke her jagte. Mein Herz klopfte wie wild und ich dachte nur, bitte, bitte lass bloß keinen bescheuerten Jäger auf einem der Hochsitze sitzen - man weiß ja nie. Nach endlosen 3 Minuten tauchte Bajana wieder auf - total außer Puste, sie hyperventilierte regelrecht, dachte der Hund bekommt den Koller.

Mein Gott, warum konnten die Rehe nicht im Versteck bleiben? Danach war natürlich Leine angesagt, denn dann hing Bajana's Nase nur noch im Wind und sie nahm auf dem letzten Stück des Spaziergangs ständig neue tolle Gerüche wahr.

Achja, eine dünne Schleppleine ist uns in all den 6 Jahren auch mal gerissen, war aber schon ziemlich abgenutzt und keine so gute. Danach sind wir auf eine breite, qualitativ bessere Schleppleine umgestiegen (15 Meter).

VG
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Ridgeless ist offline  
Alt 15.02.2010, 14:09   #7 (permalink)
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Au weia Elvira, Strom-Halsbänder, falls wir vom Teletakt sprechen, sind verboten. Man darf sie zwar besitzen aber eben nicht nutzen. Und ausserdem ist es ja nach jagdlicher Ambition zwecklos, manche Hunde "merken" den Stromstoss nicht mal mehr wenn sie erst im Jagen drin sind. Dann das Timing muss stimmen, die Nebenwirkungen sind auch nicht ausser acht zu lassen, und zudem sind wir Menschen doch wohl intelligent genug um andere Wege zu finden, als Strom.
Ich laufe auch mit Argus-Augen durch die Gegend, Augenkontakt zu Mitläufern und in Plaudereien sind nicht wirklich drin. Alleine das bessere lesen können meines Hundes hat uns schon ganz oft dabei geholfen nicht zu jagen.
Ich oute mich mal.
Zu Beginn als Angel mit 17 Monaten das Jagen entdeckt hatte war sie 3-4 mal in der Woche auf und davon. Die längste Zeit die sie dabei weg war waren 10 Minuten. Wie ich mich gefühlt habe muss ich nicht sagen...
Dann kam der Tag an dem sie einem Hasen hinterher ist und ich noch dachte" der ist aber langsam" sie kam mit blutiger Schnauze zurück.... ganz schlecht fürs nicht-mehr-jagen gehen.... ich hätte früher mit der Schlepp arbeiten sollen. Hab ich aber nicht. schön blöd....

Danach war Schluss mit lustig. Schlepp dran, ihr Freund lief weiterhin frei (Frauchen fand es nicht schlimm wenn er jagen geht, ist ein Border, der "hütet" ja nur *seufz*).
Es folgten 3 Kniefälle meinerseits weils Hundchen Fasanen und Hasen entdeckt hatte und los stürmte... mir mir im Klammergriff hintendran. Autschi bei Mutti, verwirrter Blick bei Hundchen.

Weiterhin habe ich jeden Rehweg den sie mir gezeigt hat geklickt und belohnt. Alles was nicht völlig out-of-order losstürmen war wurde belohnt. Das Ergebnis: Angel findet Reh-Wege, zeigt an, schaut mich an, "klick" und Belohnung.
Ich kann sie wieder 80% des Gassi-Ganges frei laufen lassen, ab und an passiert es aber dennoch dass ein Reiz zu plötzlich auftritt und sie kurz abhaut. Da arbeiten wir dran. Es passiert nur noch ganz selten.

Das lustige ist: zeigt ihr Border-CollieFreund durch seine Körpersprache dass er gleich durchstartet macht sie auf dem Absatz kehrt und kommt zu mir. Guter Hund.
Auch ihr Radius um mich herum ist auf einen angenehmen Durchmesser geschrumpft.
Viel Erfolg und nicht die Geduld verlieren.

LG Betty
Angel ist offline  
Alt 15.02.2010, 16:40   #8 (permalink)
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Vielen Dank für Eure Ehrlichkeit,
wir bleiben ja am Ball aber er ist wie im Rausch das glaubt kein Mensch rennt an mir vorbei und lässt mich stehn.
Werde mich in Ruhe nochmal hinsetzen und alles gut überdenken was ich machen werde.
Lieben Dank
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Alt 15.02.2010, 22:31   #9 (permalink)
chal95
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Tja , also ich weiß jetzt nicht so richtig , was es denn da zu überlegen gibt .... Schleppe dran`, Hund sichern und gut . Üben , üben , üben...geschätzte Dauer bei einem jagdlich so hoch motivierten Hund : ein Jahr . Gute Literatur gibt es genug , es wird sehr anschaulich und ausführlich erklärt , wie es geht....
@ ridgeless : Du weißt , daß Dein Hund jagt und Du sie dann nicht unter Kontrolle hast . Stellt sich mir die Frage , wo ist denn Deine Schlepp , die Du doch offensichtlich hast ? Ich meine damit , es reicht doch , wenn der Hund einmal ab geht , maximal ein zweites Mal....und 2 - 3 min finde ich nicht zügig , sondern lang . In der Zeit legt ein RR eine gewaltige Strecke zurück...
Und habt Ihr überlesen , was uns gerade passiert ist ? GsD ist keinem was passiert , der Schaden am Auto beträgt mal eben 3.400 Euro , Versicherung hin oder her... aber den Knall möchte ich nicht noch einmal hören....
Und Strom finde ich so absolut indiskutabel , noch dazu in der Hand von Laien...man könnte sich auch einen guten Trainer suchen , der in ein paar Einzelstunden die Grundlagen des Schleppleinentrainings mit einem erarbeitet...
Ein Jagdhund bedeutet nun einmal viel und lang dauernde Arbeit , vor allem , wenn man ihm ein jagdhundgerechtes Leben bieten möchte , ohne daß er dem , wofür er geboren wurde , nachgehen darf...
Susanne
 
Alt 16.02.2010, 06:37   #10 (permalink)
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@Chal95: Ja, wir haben eine Schleppe und sie ist eigentlich unser tagtäglicher Begleiter - außer letzten Sonntag, da verzichtete ich auf die 15 Meter Schleppe, sondern nahm die 5 Meter Leine! In wildreichen Gegenden, unbekannten Gegenden und vorallem "im" Wald geht unser Hund nie ungesichert. Die Gefahr, die von einem "durchgehenden" Hund - so nenne ich es mal - ausgeht, ist uns bewusst. Glücklich über ihren derart ausgeprägten Jagdtrieb sind wir wirklich nicht, wir waren uns bewusst, dass wir trainieren müssen, das taten wir von Anfang an. Alles was bejagt werden konnte, wurde unterbunden, doch der Hase den sie mit meinem Befehl jagen durfte - du erinnerst dich, ich habe es oben geschildert - war das "I-Tüpfelchen" für sie.

Und, wir waren damals auf dem richtigen Weg, aber der Hase war eindeutig nicht Teil der Ausbildung und ich ärgere mich noch heute darüber. Und wie oft hörte ich auch Sprüche wie, nimm ein Teletakt, 1x richtig eingesetzt und der Hund wird nie wieder jagen. Aber DAS kam für uns definitiv nicht in Frage. Sondern wir trainierten mit Schleppleine und kontrollierten Wildkontakt - mit mäßigem Erfolg.

Nein, über die Rehbegegnung am Sonntag bin ich wirklich nicht glücklich, denn es war das 1x Mal in 5 1/2 Jahren, dass sie hinter Rehen her ist.

VG
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Alt 16.02.2010, 06:57   #11 (permalink)
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Hallo,
ist klar das ich mit Schlepp gehe,
trotzdem muss ich mir noch was einfallen lassen. Es war alles super mit ihm durch die Tabs (SD) haben wir echt einen neuen Hund müssen wir neu mit Ihm anfangen.
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Alt 16.02.2010, 07:33   #12 (permalink)
chal95
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Elvira , ich kenne das nur zu gut . Horst ist wie gestochen ,wenn er ein Reh sieht . Bei Hasen geht es nach zwei Wochen Schlepp und wirklich sehr viel Training schon langsam , er steht zwar noch vor und zeigt an , zittert , ist hochgradig erregt , aber läßt sich mittlerweile darauf ein , mit mir mitzugehen und Futterspuren zu suchen oder einen kleinen Sprint einzulegen . Ohne Schlepp hätte ich null Chance . Bei Rehen wiederum dreht er völlig ab . Da muß ich echt alles aufbieten , was geht , um ihn überhaupt festhalten zu können , von Ansprechbarkeit in solchen Situationen sind wir soweit entfernt wie der Mond....Es wird noch ein langer Weg und beinhaltet im Moment zwei Stunden reines Schleppentraining jeden Tag und noch weitere Zeit für so gemischte Sachen , also spielen mit anderen Hunden , frei laufen in übersichtlichen Gebieten , Rückruftraining ohne Schlepp usw. Kurz gesagt , wir sind zwischen drei und vier Stunden jeden Tag draußen und es ist immer Training angesagt , die Zeiten des entspannten Laufens sind eindeutig vorbei... vielleicht wird er nie in bestimmten Gebieten ohne Leine laufen können , wer weiß . Aber lieber das als einen toten Hund oder Gewalt in Form von Strom . Wenn Du noch Fragen hast , kannst Du mir auch gerne `ne PN schicken oder mit mir telefonieren , manchmal braucht man ja länger , um etwas zu besprechen... Gruß , Susanne
 
Alt 16.02.2010, 08:13   #13 (permalink)
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Hallo Ridgeless,
der Rüde meiner Hundetrainerin hatte eine ähnlich "tolle" Erfahrung gemacht, er sollte sitzen und warten und auf ihr Handzeichen zu ihr kommen, als just in dem Moment ein Hase hinter ihr hochging. Muss ich nix mehr zu sagen, oder? Der Hund hat danach sogar imHausflur erst mal an ihr vorbei geschielt ob da ein Hase ist *rofl*.
Fazit: das Wort dass du in dem Moment gesagt hast, die Geste die du verwendet hast kann bei deinem Hund durch diesen einmaligen Lerneffekt "belegt" worden sein. Nur halt nicht so wie es gemeint war.

@all: Unterdrückt bitte kein Jagdverhalten bis zum Nullpunkt. Das schlechteste was ihr damit erreicht ist dass euer Hund schneller wird. Er wird eben nicht mehr schnüffeln, vorstehen und auf diese bestimte Art in die Gegend gucken, sondern er wird wenns blöd läuft sofort durchstarten.
Auch das Rennen alleine bei der Verfolgung einer frischen Wildspur kann für einen Hund so stark selbstbelohnend sein dass es gar nicht zur Hetze kommen muss um ihm das Gefühl von Erfolg zu geben.

Elvira, mit den Tabletten nimmt dein Hund auch seine Umwelt verändert wahr, Eindrücke werden vermehrt wahr genommen, eine Flut von Sinneswahrnehmungen prasseln auf deinen Hund ein.

Wenn ich dir raten darf? Back to basics. Mach kleine Übungseinheiten. Suche bewusst Wildspuren, wirf Lecker da rein, mach kleine Schritte. Wenn du selber mal nicht gut drauf bist dann geht ihr eben an der Schlepp ohne großes Training einfach Gassi.
Kurzes gutes Training ist besser und effektiver als wenn du frustriert bist weil es nicht klappt.

Wir hatten das große Glück dass bei Angel der Jagdtrieb in geeignete Bahnen gelenkt werden konnte, gerade wegen der Schilldrüsen-Tabletten-Gabe. Wann gehst du eigentlich Gassi? Evtl würde es hefen wenn die große Gassi-Runde bei euch etwa 4-6 Stunden nach Tabletten-Einnahme statt finden würde. Da ist die Wirkstoff-Konzentration im Blut am höchsten und dein Hund sollte eigentlich da am erreichbartsten sein.

LG Betty
Angel ist offline  
Alt 16.02.2010, 09:29   #14 (permalink)
chal95
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Bis auf die Sache mit den Tabletten , weil ich keine Ahnung davon habe , stimme ich dem Post von Betty voll und ganz zu . Man kann einen Jagdtrieb nicht unterdrücken , sollte man auch gar nicht , aber man kann an der Umlenkung arbeiten und das sollte man auf jeden Fall . Alles andere , besonders dieses " kommt ja zum Glück ziemlich schnell wieder " oder "läuft nur hinterher und dreht irgendwann wieder um " kann den Hund das Leben kosten , sei es , daß er vor ein Auto rennt , vor die Flinte des Jägers oder er kommt eben nicht wieder und findet nicht nach Hause , was auch immer . Entlaufene Hunde gibt es ja immer wieder , wie das wohl meist passiert ???
 
Alt 16.02.2010, 15:43   #15 (permalink)
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Hej,

Bettys Beitrag ist wirklich nichts hinzu zufügen - ist alles richtig, was sie sagt und ich bitte mich nicht falsch zu verstehen, ich nehme es auf gar keinen Fall auf die leichte Schulter. Meine Aussage, sie kommt zum Glück recht schnell wieder soll keine Rechtfertigung sein. Nein, im Gegenteil selbst diese kurze Zeitspanne kann tödlich sein für den Hund, das Wild oder gar Menschen, wenn sie in einen Unfall verwickelt werden sollten. Und doch gibt es auch Hunde, die verschwinden Stunden und das ist noch eine Steigerung auf die ich keinen Wert lege.

Wie gesagt, wir haben auch viel trainiert - sogar mit Umkonditionierung - aber selbst da ist es schon passiert, sie total fixiert auf ihr Spieli und auf einmal nahm sie die frische Spur auf und startet durch und spuckte das Spieli im Rennen aus. So schnell konnten wir gar nicht reagieren.

Deswegen ist unsere Madame mit Schleppleine gesichert und nur im "wildfreien" Gelände, das wir auch tatsächlich hier haben, kann sie zum spielen mit ihren Hundekumpels frei laufen. Sollten wir noch mal irgendwann einen Ridgeback bekommen, dann wird das Training zudem von Anfang an anders begonnen, denn vor 5 Jahren fehlte uns einfach der richtige Ansprechpartner. Die normale 08/15 Hundeschule war uns hier keine wirkliche Hilfe.

Schönen Tag noch.
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Ridgeless ist offline  
Alt 16.02.2010, 18:36   #16 (permalink)
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Hallöchen,

sehr interessantes Thema. Das mit dem Jagdtrieb beschäftigt uns auch...
Ich möcht mir jetzt das hier empfohlene Buch "Antijagdtraining" zulegen. Meine Frage: wird in dem Buch auch beschrieben, wie man Hundi richtig an die Schleppleine "gewöhnt"? Wir haben eine Schlepp aber die paar Versuche, die ich damit gestartet hab, waren nicht wirklich erfolgreich. Also ich möchte jetzt wieder anfangen mit der Schlepp zu trainieren, u.a. wegen Jagdtrieb und Rückruf. Möchte es diesmal aber von anfang an richtig machen. Unser Murphy hat ja seine 50 kilo, und wenn der an ner Schlepp mit einem mal durchstartet, ist kein Halten mehr. Also da flieg ich nicht nur im hohen Bogen auf den Acker, sondern es reißt mir die Leine sozusagen aus der Hand. Nur da hab ich ja nichts gekonnt.
Also, sollte ich mir erst noch ein Buch übers Schleppleinentraining besorgen oder ist da auch ein Kapitel im Antijagdtraining-Buch enthalten?

[U]Betty: [/U]@all: Unterdrückt bitte kein Jagdverhalten bis zum Nullpunkt. Das schlechteste was ihr damit erreicht ist dass euer Hund schneller wird. Er wird eben nicht mehr schnüffeln, vorstehen und auf diese bestimte Art in die Gegend gucken, sondern er wird wenns blöd läuft sofort durchstarten.


Wenn ich mir das so überleg, da hast du wohl voll recht, Betty!
Murphy ist uns voriges Jahr auch einige Male durchgegangen und hat Hasen gejagd (zum Glück ohne Erfolg und irgendwelchen Schaden). Seit geraumer Zeit unterbinden wir es total. Muss leider meistens an der Leine bleiben (viel Wild hier bei uns...). Aber ein Hase gesichtet an der Leine, wühlt ihn total auf, nicht mehr ansprechbar usw. Das ist kein befriedigender Zustand (für beide Seiten - Mensch iwe Hund), da muss was passieren.

Schöne Grüße Monique
murphy ist offline  
Alt 16.02.2010, 18:57   #17 (permalink)
chal95
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Hallo Monique , im AJT - Buch ist das Thema Schleppleine ausführlich beschrieben . Ich habe das Kapitel zwar auch erst überflogen , auf den ersten Blick finde ich es aber völlig ausreichend , mit einigen Bildern sehr anschaulich erklärt . Ich würde danach arbeiten , ein extra Buch zum Schleppleinentraining werde ich mir wohl nicht mehr kaufen , man kann sich zusätzlich auch so noch viele Tipps holen ( hier zum Beispiel )
Gruß , Susanne
 
Alt 16.02.2010, 19:02   #18 (permalink)
chal95
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Da fällt mir noch ein , für alle die , denen das normale Training nicht reicht oder die sich mit ihrem Latein am Ende fühlen : es gibt auch AJT Seminare . Eines davon werde ich mit Horst besuchen , leider erst im August , da das im März ausgebucht ist.... Aber da Ihr ja auch alle unterschiedlich wohnt , findet Ihr vielleicht auch was Passendes bei Euch in der Nähe... LG , Susanne
 
Alt 16.02.2010, 21:07   #19 (permalink)
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Hallo Susanne, danke für die schnelle Antwort. Das Buch wird gekauft. Und das man hier viele gute Tipps bekommt, hab ich auch schon gemerkt !
In dem Sinne danke Euch und schreibt weiter so fleißig!!!
LG Monique
murphy ist offline  
Alt 17.02.2010, 06:59   #20 (permalink)
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Hallo Monique,
du kannst einen Ruckdämpfer zwischen Brustgeschirr und eigentlich Schleppleine machen. Der dämpft nicht nur den ankommenden Ruck beim Hund sondern schont auch die Schulter vom Menschen.

Ausserdem gibt es Schleppleinen die von Natur aus etwas dehnbar sind. Leder, z.B.
Ich habe erst jetzt eine Biothane Leine gekauft. Das Material kommt aus dem Reitsport und ist quasi unkaputtbar. Es saugt sich auch nicht mit Wasser voll wie Leder oder Stoff, es bleibt nix dran hängen wenn es durch Nadelgehölz gezogen wird und mit einem Wisch ist die Leine wieder sauber. Der einzige Nachteil: das Dingens ist bei Kälte etwas steif und auch nicht wirklich federleicht. Ich finde aber zum Schleppen sollte es fürs Hundchen passen. Sind ja nicht aus Zucker.

Zu Beginn des Schlepp-Trainings habe ich die Leine immer wieder dem Radius des Hundes angepasst. Das heisst ich habe die Schlepp zwar ohne Zug gehalten aber eben des zu erwartenden Durchstartens wegen immer nur ca einen Meter Leine gelassen. Das kann zwar nervig sein, aber ich fall nicht gerne *rofl*
Wenn man bedenkt welchen Speed die Hunde drauf bekommen können.... ich seh immer vor mir: 10 meter Schlepp, Hund ist auf maximal Länge der Leine hinter mir und vorne kreuzt ein Reh.... macht zusammen 20 meter Anlauf und kein Wurfanker dabei
Auaaaaaa datt sag ich euch!

Hab ich schon erwähnt dass eine Schleppleine IMMER am Brustgeschirr befestigt werden soll und da auch nur am Rückenring?
Ja? Hab ich schon? Hehe. man kanns nicht oft genug sagen *find*

LG Betty

@Ridgeless: ich kenn das Gefühl wenn der Hund weg ist. Wir sind auch noch mitten im Training und ich versuche mich auch damit zu trösten dass sie ja recht "schnell" wieder da ist. Das blöde ist halt nur sie lernen jedes Mal wenn sie abzwitschern was dazu.... und das find ich
Angel ist offline  
Alt 17.02.2010, 07:16   #21 (permalink)
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Morgen,
an der Schleppleine habe ich Amani super unter Kontrolle
er zieht mich nicht durch die Gegend hört sofort wenn ich Aus oder Nein sage.Das ist nicht das Problem sondern wenn er frei läuft die Tiere sind soooooo schlau!!
Wie Betty schon geschrieben hat er sich selber Stück für Stück hoch trainiert
seine Kondi ist ein Wahrnsinn .
Ich habe ein Bericht von einer Freundin bekommen versuche den mal reinzusetzen als ich das gelesen habe wusste ich ok jagen kann man nicht abgewöhnen nur Kontrollieren.
Wir müssen durchhalten der Frühling naht die Vögel machen hier schon Musik !!
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Elvira und Amani der Softie
ridgebackamani ist offline  
Alt 17.02.2010, 07:28   #22 (permalink)
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Bei Elviras Post fiel mir grad ein, dass Angel zu Beginn tatsächlich nur ansprechbar war wenn die Schlepp noch dran hing. Auch wenn ich sie gar nicht in der Hand gehalten hatte (Schleppleinen kann man auch loslassen und im Notfall drauf treten *anmerk*).
Ich denke aber auch dass es der eine Hund einem einfacher macht als der andere.
Dass Angel sich so häufig zu mir umdreht und zu mir zurück kommt ist neben der ständigen Belohnung und bestätigung ("ich find gut dass du zu mir kommst") auch ein großes Stück freiwilliges Angebot meines Hundes mir gegenüber.
Der nächste Hund ist evtl anders... bestimmt sogar.

LG Betty
Angel ist offline  
Alt 17.02.2010, 07:36   #23 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Angel Beitrag anzeigen
Bei Elviras Post fiel mir grad ein, dass Angel zu Beginn tatsächlich nur ansprechbar war wenn die Schlepp noch dran hing. Auch wenn ich sie gar nicht in der Hand gehalten hatte (Schleppleinen kann man auch loslassen und im Notfall drauf treten *anmerk*).
Ich denke aber auch dass es der eine Hund einem einfacher macht als der andere.
Dass Angel sich so häufig zu mir umdreht und zu mir zurück kommt ist neben der ständigen Belohnung und bestätigung ("ich find gut dass du zu mir kommst") auch ein großes Stück freiwilliges Angebot meines Hundes mir gegenüber.
Der nächste Hund ist evtl anders... bestimmt sogar.

LG Betty
Hi Betty,

ja alles ausprobiert klappt mal gut mal nicht so!!
Wir wohnen auf dem Lande und das Angebot ist echt riesig meine Freundin Stadthund weiss garnicht was er machen soll bei Reh oder Hase er kennt es nicht.
Ich werde imm am Ball bleiben aber der Hund ist so ein raffiniertes Stück aus dem spielen heraus nimmt er die Spur auf und Tschüss Frauchen.
Wir haben in unserer Truppe auch jemanden der macht unterschiede zwischen Hasen jagen und Rehe. Jagen und hetzten egal welches Tier darf nicht sein.
Amani und ich werden uns wieder zusammenraufen gebe nicht auf.
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Lg
Elvira und Amani der Softie
ridgebackamani ist offline  
Alt 17.02.2010, 09:19   #24 (permalink)
chal95
Gast
 

Beiträge: n/a
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Na , das ist doch mal was . Ist hier auch so , obwohl wir erst ganz am Anfang stehen....gestern Abend ging gar nichts , 1000 frische Hasenspuren und ein durchdrehender Hund an der Leine . Mit sehr viel Leckerchen und konsequenten Richtungswechseln , da mußte ich ihn aber teils dolle hinter mir herzerren... , ging er dann irgendwann an immer mal wieder durchhängender Leine mit mir mit . Ich bin überzeugt , daß sie ganz genau wissen , wann die Schlepp dran`ist und wann nicht . Wie gesagt , es kann durchaus sein , daß man einen so hoch ambitionierten Hund nie laufen lassen kann , zumindest in bestimmten Gebieten nicht.... wir werden sehen ! Weitermachen und viel Erfolg Euch allen !
 
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