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Erziehung & Verhalten Fragen, Tipps & Tricks bei Verhaltensauffälligkeiten....alles hier rein


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Alt 31.05.2010, 10:28   #1 (permalink)
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Standard Gehorsam an der Schlepp, was kommt danach?

Hallo ihr Lieben,

da ich mit meiner jagdlich ambitionierten Hündin am frühen morgen (5.30Uhr *gäääähn*) immer unsere "Kaninchen-Strasse" besuche und sie mir dabei :
a)nicht mehr in die Schleppleine donnert,
b) ständig sehr gut ansprechbar ist,
c)in ihrer Körpersprache interessiert, aber nicht mehr deutlich jadglich "drauf" ist,

frage ich mich wie der nächste Schritt aussieht.

Auf der Kaninchen-Strecke begegnen uns täglich geschätzte 40 Kaninchen. Mal nah (unter 15 metern) mal weiter weg (bis zu 50 meter). Einige hoppeln, andere sitzen und lassen uns sehr nahe ran, die nächsten flitzen kurz: alles an Kanichenbewegungen ist dabei.

Das Schlepp-ende halte ich dabei in der Hand, ich könnte sie zwischen 2 Fingern halten, auf dieser Strecke weiss sie dass wir nur Kaninchen gucken gehen, Angel ist auf diesem Weg ein echter Schatz.

Nun weiss ich nicht wie ich das Verhalten, dass ich ständig beclickere und frürstlich belohne, generalisiert bekomme.

Auf einer fremden Strecke und plötzlich auftretende Bewegungsreize reagiert sie nämlich immer noch stark, sie rennt in die Leine und fiepst in den höchsten Tönen.
So langsam beschleicht mich der Verdacht dass ich gegen diese unvermittelt auftretenden Bewegungsreize relativ machtlos bin, wenn ich dabei fair bleiben will.
Da ich sehr auf Angels Körpersprache achte und auch ständig mein Umfeld scanne kann ich gut verhindern dass der Hund auf und davon ist(durch rechtzeitiges anleinen), jedoch ab und an passiert das immer noch, wenn auch nur sehr selten. Eben genau dann wenn auch für mich keinerlei Anzeichen für Wild zu sehen war und das Wild plötzlich aufspringt.

Hat wer einen Tipp für mich?
Wo kann ich noch ansetzen?

Im schlimmsten Fall bleibt sie halt öfters an der Schlepp und wird nur zum Spielen kurz frei gegeben, aber ich wünschte mir schon ich könnte sie zuverlässig abrufen.

Für Tipps dankbar, Betty
Angel ist offline  
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Alt 31.05.2010, 16:20   #2 (permalink)
Esther
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Hallo Bettina,

dein nächster Schritt ist die Leine schleppen zu lassen.. deswegen nennen viele dieses lange Ding auch Schleppleine...
Heißt: Die Leine nicht mehr festzuhalten...

Es gilt was es immer gilt:
Bei geringen Ablenkungen anfangen und dann langsam steigern.

Es ist erstaunlich wie sich nochmal der Schritt "lange Leine, Leine fallen lassen, Leine weg lassen" für das menschliche Hirn unterscheidet...
viel Spaß beim trainieren.
Denke auch noch mal daran, dass du deinem gewünschten Generalisieren auch gegen Kontext lernen des Hundes arbeitest. Es werden immer gerne "Begriffe" verwendet die mit einer Leichtigkeit dahingeschrieben bzw. gelesen werden.... das Gehirn tickt oft anders.


LG Esther

Geändert von Esther (31.05.2010 um 16:23 Uhr)
 
Alt 31.05.2010, 19:25   #3 (permalink)
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Liebste Esthi,

*grins* was du mir da schreibst weiss ich ja alles ich bin nämlich in einer "Gscheiten Hundeschuuul" gelle *knutscha*
Ich hoffte nur dass die anderen hier anwesenden etwas Gedankenanstösse liefern hätten können.
Ich merke an Angel gerade sehr wie doll sie Kontext:
"diese Strecke=Kaninchenstrecke-ich-weiss-was-ich-machen-soll" verknüpft hat.

An dieser Stelle wo die Kaninchen so zahlreich sind trau ich mich aus 2 Gründen nicht die Schlepp fallen zu lassen:

1. es sind keine 50 meter bis zur Bahnlinie
2. auf der anderen Seite trennen uns etwa 100 meter bis zur Landstrasse.

Das ist mir definitiv zu gefährlich, auch wenn Angel dort sich super gut verhält. Für manche Dinge gibt es leider keine 2. Chance zum üben...

Auf unserer "verkehrssicheren" Strecke, weit weg von Strassen und Gleisen, lass ich die Leine auch schleppen. Nur weiss Angel eben ganz genau wann die Leine dran ist und wann nicht. Schlauerchen halt.

Auch hier Leine schleppt steht sie wunderbar vor, schnüffelt wie ein Weltmeister und lässt mir jede Zeit der Welt zum Markern, belohnen oder eben Leine aufnehmen.
Ohne Leine dran... scheint sie schneller zu reagieren. Oder es war immer nur Zufall dass es eben genau dann einen Bewegungsreiz gab

Wenn man mir jetzt sagt es gibt keine 100, na sagen wir 98% Abrufbarkeit, dann kann ich damit umgehen.

Leider trauen sich nur wenige zuzugeben dass ihre Hunde ab und an mal hetzen gehen. Mein Hund tut das, sehr zu meinem Leidwesen. Und ich bin heilfroh wenn sie nach so kurzer Zeit wieder bei mir ist, ohne dass es im Wald geknallt hat oder ihr etwas passiert ist (siehe ihr Freund Lucky mit den gerissenen Bändern), oder dass sie Jagderfolg hatte. Obwohl das Hetzen ja auch schon ein Erfolg ist. Leider.

Darum meine Frage nach dem generalisieren. Ich versuche ihr, so wie es bei "Vogel" geklappt hat (interessiert sie nämlich nicht mehr), beizubringen, dass da eben "Hasen" sind und hoffe dass sie das Wort mit den Tieren in Verbindung bringt und darüber hinaus verknüpft mit:

Hasen=Mama angucken=Markieren+belohnen

Wir haben diesbezüglich noch einen langen Weg vor uns, vor allem bei plötzlich auftretenden Bewegungsreizen, trotz oft praktizierter Impulskontrolle.

Ich danke dir für deine Tipps.

LG Betty
Angel ist offline  
Alt 01.06.2010, 06:38   #4 (permalink)
Esther
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Liebe Betty,

Zitat:
Zitat von Angel Beitrag anzeigen
Liebste Esthi,

*grins* was du mir da schreibst weiss ich ja alles ich bin nämlich in einer "Gscheiten Hundeschuuul" gelle *knutscha*
Ich hoffte nur dass die anderen hier anwesenden etwas Gedankenanstösse liefern hätten können.


Ich möchte in keinem Fall andere in ihren Gedankengängen blockieren...
Ich merke an Angel gerade sehr wie doll sie Kontext:
"diese Strecke=Kaninchenstrecke-ich-weiss-was-ich-machen-soll" verknüpft hat.

An dieser Stelle wo die Kaninchen so zahlreich sind trau ich mich aus 2 Gründen nicht die Schlepp fallen zu lassen:

1. es sind keine 50 meter bis zur Bahnlinie
2. auf der anderen Seite trennen uns etwa 100 meter bis zur Landstrasse.

Ja und nun? Was möchtest du denn dann dort (an der Kaninchenstelle um 5.30Uhr) verändern? So wie ich das jetzt verstehe eigentlich gar nichts. Leine fallen geht nicht oki... toll, dass Angel dort so schön mit dir arbeitet.

Das ist mir definitiv zu gefährlich, auch wenn Angel dort sich super gut verhält. Für manche Dinge gibt es leider keine 2. Chance zum üben...

Auf unserer "verkehrssicheren" Strecke, weit weg von Strassen und Gleisen, lass ich die Leine auch schleppen.

Dazu muss ich nichts schreiben.. Angel hat genügend erfolgreiche Jagderlebnisse gehabt, was deine Bemühungen weiter herausfordert und du weiter lernen darfst.
Nur weiss Angel eben ganz genau wann die Leine dran ist und wann nicht. Schlauerchen halt.
Klar, wo ist das Problem? Dann bleibt die Leine halt schleppend dran..da wo du es verantworten kannst.

Auch hier Leine schleppt steht sie wunderbar vor, schnüffelt wie ein Weltmeister und lässt mir jede Zeit der Welt zum Markern, belohnen oder eben Leine aufnehmen.
Ohne Leine dran... scheint sie schneller zu reagieren.


Auf was reagiert sie schneller? Auf die "bösen" Reize oder auf dich
Oder es war immer nur Zufall dass es eben genau dann einen Bewegungsreiz gab

Wenn man mir jetzt sagt es gibt keine 100, na sagen wir 98% Abrufbarkeit, dann kann ich damit umgehen.

Die gibt es nicht...zumindest nur höchst selten und in eurem Fall wird es nie zu 98% geschweige denn zu 100% kommen. Genau wie bei uns...Sorry.

Leider trauen sich nur wenige zuzugeben dass ihre Hunde ab und an mal hetzen gehen.

Warum ist es dir so wichtig, dass die Menschen das zugegeben?

Mein Hund tut das, sehr zu meinem Leidwesen.

Mit nem 2ten Hund wird es meist noch lustiger

Und ich bin heilfroh wenn sie nach so kurzer Zeit wieder bei mir ist, ohne dass es im Wald geknallt hat oder ihr etwas passiert ist (siehe ihr Freund Lucky mit den gerissenen Bändern), oder dass sie Jagderfolg hatte. Obwohl das Hetzen ja auch schon ein Erfolg ist. Leider.

Eben.

Darum meine Frage nach dem generalisieren. Ich versuche ihr, so wie es bei "Vogel" geklappt hat (interessiert sie nämlich nicht mehr), beizubringen, dass da eben "Hasen" sind und hoffe dass sie das Wort mit den Tieren in Verbindung bringt und darüber hinaus verknüpft mit:

Hasen=Mama angucken=Markieren+belohnen

Wir haben diesbezüglich noch einen langen Weg vor uns, vor allem bei plötzlich auftretenden Bewegungsreizen, trotz oft praktizierter Impulskontrolle.

Erfolge bei "Vögeln nicht jagen" stellen sich tendenziell schneller ein /muss nicht aber.

Ein Beispiel wie schwer "generalisieren" ist bzw. wie (stör)anfällig es sein kann:
Akin(d) reagierte arg mit jagdlichen Ambitionen auf Vögel... nach intensiven Training schienen sie ihm egal....bzw. die Reaktion, ihnen hinterher zu wollen gab es weit über einem Jahr gar nicht.
Im vergangenen Winter ist leider ein Karnickel direkt vor uns aufgeschreckt und mir hat es die Leine aus der Hand gerissen. Der Prinz Polter war in seinem Element...das Karnickel konnte sich in einer Böschung retten...
seither sind Vögel (und alles was sich plötzlich bewegt - Blätter, Papier was auffliegt wieder saumäßig interessant....wir arbeiten wieder erfolgreich dran.


Ich danke dir für deine Tipps.

LG Betty
Ich wünsche mir für euch beide, dass du bei deinen Belohnung mehr jagdliche Komponenten einführen würdest.
Jetzt überlasse ich wieder den anderen das "Feld".
Bis heute Abend...
LG
 
Alt 01.06.2010, 06:51   #5 (permalink)
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Huhu,
ja das hab ich gemerkt dass ich Angel besser belohnen kann wenn ich sie nach Kaninchensichtung, auf kurzer Distanz und erfolgreicher Umorientierung auf meine Person, zum Schnüffeln (an der Schlepp) schicke.

Wollte heute morgen das Ganze filmen, aber Schlepp und Klicker und Kamera.... mir fehlt einfach eine Hand

Lasst euch aber erzählt sein, dass 3 Kaninchen heute in Kamikaze-Manier 10 meter vor uns über den Weg gerast sind. Kein Durchstarten vom Hund*freu*

Esther, du kennst Angel und du hast noch dazu Erfahrung und das Wissen. Ich vertraue da deiner Beurteilung.

Warum es mir so wichtig ist dass andere zugeben dass ihre Hunde auch mal hetzen? Nun.... vielleicht damit ich mich mit der Problematik nicht so einsam fühle. Allzu menschlich, oder?

LG und ich freu mich auf heute Abend, Betty
Angel ist offline  
Alt 01.06.2010, 07:11   #6 (permalink)
Esther
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Zitat:
Zitat von Angel Beitrag anzeigen
....................
Warum es mir so wichtig ist dass andere zugeben dass ihre Hunde auch mal hetzen? Nun.... vielleicht damit ich mich mit der Problematik nicht so einsam fühle. Allzu menschlich, oder?

LG und ich freu mich auf heute Abend, Betty
Ach geh... du bist doch nicht alleine und das weißt du auch.. du weißt auch wie viele "Erziehungsmaßnahmen" "funktionieren"...

weißt du, ich glaube und korrigiere mich bitte, dass der Schreck mit Lucky dir verständlicher Weise ganz schön in den Gliedern sitzt. Es hätte nie soweit kommen dürfen/sollen...gell*tröst*
LG
 
Alt 01.06.2010, 09:27   #7 (permalink)
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Hallo Betty!
Bis vor 4 Wochen dachte ich, ich hätte den tollsten Hund der Welt!
Ich konnte ihn immer abrufen, ob Hase, Kaninchen, Eichhörnchen oder Reh....,
Akila kam nach einen Pfiff und "Akila hier" zurück.
Er hat mir sogar Rehe wie ein Vorstehhund angezeigt!
Bis halt vor ca. 4 Wochen!
Vor uns sprangen 4 Rehe plötzlich auf und rannten von rechts nach links in den Wald.
Akila hinterher und kein Pfeifen, kein Rufen half.
Er war einfach zu nah dran und hat an dem "Duft" gefallen gefunden.
Seit dem ist er an dieser Waldstelle ziemlich unter Strom.
Ich gehe öfters da lang, daß er merkt, daß da (hoffentlich) nichts ist.
Seit diesem Erlebnis ist er mir noch mal hinter Rehen her!
Von Hasen hingegen konnte ich ihn weiterhin abrufen.
Mein Vorteil ist, daß Akila zu 95% hinter mir her läuft und die Wege nicht verlässt, so daß ich meist eher was sehen kann als er!
Gestern stand an einer anderen Stelle wieder ein Reh auf dem Weg, das ich allerdings zu erst gesehen habe.
Ich habe Akila mit ruhiger Stimme zu mir gerufen , ihn festgehalten und mit Ziegenkäse vollgestopft.
Natürlich wollte er hinterher, als das Reh weitgenug weg war, habe ich ihn losgelassen und er war wieder völig aus dem Häuschen. Rannte aufgeregt zu der Stelle wo das Reh stand, kam aber gleich nachdem ich ihn gerufen habe wieder zu mir(oder besser zum Ziegenkäse).
So genug der langen Geschichte.
Was ich nur sagen wollte:
"Ja, meiner tut's auch!"
LEIDER.
Und auch ich habe mir die Frage schon gestellt, ab wann kann ich die Schleppleine denn abmachen, würde ich sie benutzen und mein Hund ist an ihr abrufbar?

L.G.
Eva

P.S.: Ach ja, er ist vielleicht nicht mehr der allerbeste Hund der Welt, aber für mich dennoch der Beste!
Antar ist offline  
Alt 01.06.2010, 12:59   #8 (permalink)
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Liebe Esther, ja wahrscheinlich ist es der Schreck von Lucky (für die die es nicht gelesen haben: Angels bester Freund hat sich beim Rehe hetzen die kompletten Bänder vorne abgerissen und wird nun, mit knapp 3 Jahren, ein versteiftes Bein behalten )
Ich werde Angel nun an der Schlepp behalten. So hab ich wenigstens die Chance von 10 Metern drauf zu treten im Notfall...
Danke dir.

@Eva: so einen Hund habe ich auch. Sie bleibt in einem Radius von etwa 5-10 metern um mich herum, läuft oft neben mir und bleibt auf dem Weg.
Nur wenn ein unvermittelter Bewegungsreiz zusammen mit passendem Duft dazu kommt... dann ist sie weg. Auf und davon.

Eva, ich glaube dass die Schleppleine eine prima Alternative zu erschossen werden ist. Wir, eigentlich eher ich als mein Hund, werden lernen mit der Schlepp zu leben.
Freilauf eben kürzer und auch nur da, wo das Gelände als relativ sicher eingeschätzt werden kann.

LG Betty
Angel ist offline  
Alt 07.06.2010, 21:47   #9 (permalink)
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Haben heute ausserhalb unserer Kaninchenstrecke einen Feldhasen getroffen. Angel war an der Schlepp (10 meter) vor mir und wir mussten um eine Biegung.

Ich sah also nix.

Hund klappt auf einmal Ohren vor, bekommt Falten auf der Stirn und hält inne ohne die Leine zu straffen.

Ich hab geklickt und sie verbal gelobt. Angel bleibt stehen. Ich sag ihr "bleib" und laufe zu ihr hin, da seh ich erst den Kloppper von Hasen sitzen, etwa 30-40 Meter vor uns.
Ich hab Angel gefragt ob sie sich setzen kann (mich angucken geht normalerweise nicht in solchen Situationen, haben wir aber intensiv auf der Kaninchenstrecke geübt) der Schatz senkt den Popo und schenkt mir einen Blick!!!

Ich so *jubel** hüpf* und frolocke vor mich hin, da dreht der beste aller Hunde zu mir um, weg von Hasen, und holt sich eine Belohnung ab!

Es gab eine ganze Handvoll super tolle Leckerchen und als Extra-Belohnung durfte sie an der Schlepp die Spur des Hasens verfolgen, der natürlich davongehoppelt war weil ich mich so laut gefreut hab.

Das war soooo schööööön.

LG Betty
Angel ist offline  
Alt 07.06.2010, 21:57   #10 (permalink)
Bollerkopp
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Boah! Das ist aber schon höchste Disziplin!
Haste Dich auch belohnt anschließend??

*tafelschokirüberreich*
 
Alt 08.06.2010, 07:03   #11 (permalink)
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Regine, dieser Moment war mir Belohnung genug.

Heute morgen auf der Kaninchenstrecke blieb ein unerfahrener (oder blinder?) sehr kleiner Mümmelmann einfach sitzen und frisst Gras.
Ich hab die Impulskontrolle für Angel eine Latte höher gelegt und wir haben uns langsam genähert.
Immer wenn sie angefangen hat sich abzuducken und anzuspannen hab ich mein "easy" gesagt, was sofort eine Entspannung ihres Körpers bewirkt hat.

Auch mit der IB (intermediäre Brücke) und dem Entspannungssignal (easy) konnte ich sie immer wieder herunter fahren, bzw ihre Aufmerksamkeit zerteilen und sie so Gedanklich bei mir Behalten. Dieses mal waren es zum Ende hin keine 10 Meter mehr zum Mini-Kaninchen hin*umfall*.

Als es dann (endlich) im Gebüsch verschwand durfte Angel natürlich riechen gehen.
Es ist erstaunlich wie oft sie mir Blickkontakt bei naher und nahester Kaninchensichtung anbietet seitdem wir so intensiv geübt haben.
Und das alles mit positiver Bestärkung aufgebaut.

Und ich freu mich sooooo.

LG Betty
Angel ist offline  
Alt 08.06.2010, 10:25   #12 (permalink)
Charmed RR`s
 
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Registriert seit: 07.06.2010
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Beiträge: 46
Standard Hallo an alle,

mein Chuma ist auch ein toller Jäger .
Schleppleine war leider ein Reinfall. Sobald er diese dran hat geht er keinen Meter vom Weg runter (toller Hund) ist sie aber weg benimmt er sich wie jeder andere Hund (Schnüffeln, Markieren usw.). Also er ist keiner der nach Wild sucht aber sieht er was vor mir ist er Weg. Gottseidank kann ich ihn (meistens) abrufen. Rehen läuft er garnicht mehr hinterher wenn ich "Nein" sage (war auch ein hartes stück Arbeit), nur bei Hasen haben wir ab und an noch unsere Probleme. Er will, ich nicht. Also wird diskutiert, na ja, eigentlich ich mehr mit mir selbst. Aber wie gesagt wenn ich den Hasen vor ihm sehe und "nein" sage bleibt er hier, sieht er ihn zuerst (ich muss also meine Augen immer überall haben) nimmt er sich auch das Recht hinterherzulaufen. Im Großen und ganzen glaube ich das man keinem ambitionierten Jagdhund (meineswissen sind RR´s solche) das Jagen völlig abgewöhnen kann, da kommt dann einfach der (nicht zu vergessen) angezüchtete bzw. gewollt verstärkte Jagdtrieb durch. Ansonsten ist er einfach (m)ein toller Hund. Und kleine fehler haben wir doch alle oder?!
__________________
Eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort "Tierschutz" überhaupt geschaffen werden musste.
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