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RR-Besessene
Registriert seit: 17.07.2009
Ort: Friesland,
Beiträge: 936
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Hallo zusammen!
Anja bat mich diesen Fred wieder hier einzustellen. Aus gegebenem Anlass möchte ich hier ein Thema ansprechen, mit dem sich jeder Tierbesitzer einmal auseinandersetzen muss: Der letzte Tag bzw. Euthanasie und ihre Möglichkeiten. Ich habe vor 3 Monaten einen Hund qualvoll sterben sehen müssen und bin der Meinung dass wir Tierbesitzer uns frühzeitig Gedanken um dieses Thema machen müssen, damit es unseren Tieren niemals so ergehen muss. Wir alle lieben unsere Tiere und wünschen Ihnen einen würdevollen Tod. Manchmal steht man jedoch vor der Entscheidung eine Euthanasie durchführen lassen zu müssen. Leider gibt es noch viele Tierärzte die das Medikament T61 http://www.hundeseelen-in-not.de/Euthanasie.htm einsetzen. Dabei gibt es wesentlich schonendere Möglichkeiten, wie z.B. Pentobarbital http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader....07/6744_00.htm Aus welchen Gründen auch immer ein Tierarzt das T61 verordnet ist mir schleierhaft. Sollte es aus finanziellen Gründen sein bestürzt es mich um so mehr, denn letztendlich zahlen wir Tierbesitzer für diese Medikamente. In Gedenken an zwei tolle Hunde die über die Regenbogenbrücke gehen mussten.... Eine traurige Carena mit Kimani und Cleo
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Die Mutter eines gesunden Kindes hat tausend Wünsche,
die Mutter eines kranken Kindes dagegen hat nur Einen! |
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#2 (permalink) |
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Admin Anja mit 12 Pfoten-Chaostruppe
Registriert seit: 12.07.2009
Beiträge: 1.529
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Danke Carena für diesen Beitrag. Mir hat es eben zwar wieder einen mächtigen Schauer über den Rücken gejagt, aber es ist so verdammt wichtig, dass man darüber informiert.
Wir wußten davon nichts bis zu deinem Post im alten Forum und ich bin sehr sehr froh dies nun, bei dem Tag der irgendwann bei jedem kommt, bedenken zu können. Ich werde aber jetzt wieder eine Teenie-Benutzergruppe anlegen und meine Tochter dorthin verschieben. Dafür ist ihr Seelchen noch zu jung. Thema Gesundheit und Hunde in Not sind tabu für die Kids. Lieben Gruß, Anja |
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#3 (permalink) |
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Registrierte Benutzer - unmoderiert
Registriert seit: 20.07.2009
Ort: 49525 Lengerich
Beiträge: 80
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Hallo zusammen.
Stimmt. Das ist ein ganz wichtiges Thema. Habe auch einen Beitrag im alten Forum dazu geschrieben. Das mit den Medikamenten wußte ich bis Dato auch nicht. Mein Berner durfte damals zuhause in meinen Armen sterben. Ein sauschwerer Gang und eine sehr schwere Entscheidung die man da treffen muß. Aber unsere Hunde haben uns Menschen gegenüber einen riesigen Vorteil. Wir können sie von ihren Leiden erlösen, jedoch wir Menschen müßen uns wenn wir Pech haben bis zum letzten Atemzug brutal quälen. Als mein Berner eingeschlafen war, ging es mir mehr als schlecht. Aber ich wußte auch das ich ihm einen Freundschaftsdienst erwiesen habe. Er fehlt mir immer noch. LG Peter. |
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#4 (permalink) |
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RR-Besessene
Themenstarter
Registriert seit: 17.07.2009
Ort: Friesland,
Beiträge: 936
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Hallo!
Hier nochmal eine Doktorarbeit zu diesem Thema. http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokser...=976288370.pdf Carena, Kimani und Cleo
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#5 (permalink) |
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Hundemama
Registriert seit: 17.07.2009
Ort: Rheinland Pfalz
Beiträge: 24
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Hallo ihr Lieben,
ich habe den Artikel gelesen. Es war allerdings nichts neues für mich und ich habe da meine ganz eigene Meinung. Ich habe schon immer mit Tieren zu tun und habe lange genug in der Tierklinik in Baden-Baden geholfen. Beim Einschläfern gibt es immer ein Für und ein Wider. Immer. Und wie es auch aus dem Bericht zu entnehmen ist, ist das Einschläfern mit T61 keinesfalls zu Unterschätzen. Jedoch muss ich sagen, dass ich bei genug Einschläferungen mit diesem Präperat dabei war und es immer absolut Komplikationslos abgelaufen ist. Schnell und sauber wenn ich das so hart ausdrücken darf. Meistens habe ich es gesehen bei Unfallopfern. Reitunfälle hauptsächlich. Ich kann nichts gegenteiliges über dieses Mittel sagen und würde jederzeit vom Tierarzt meines Vertrauens einschläfern lassen. Die Probleme die beim Einschläfern mit diesem Mittel auftreten könne, beruhen alle auf Fehlern beim Injezieren. Daher kann man nicht verallgemeinern, dass das Mittel an sich schlecht ist. Bei allen Mitteln gibt es Nebenwirkungen. Das ist allerdings nur meine Meinung, die auf meinen persönlichen Erfahrungen beruht. Mit freundlichen Grüßen, Lisa mit Lani an der Seite |
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#6 (permalink) |
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Registrierte Benutzer - unmoderiert
Registriert seit: 20.07.2009
Ort: 49525 Lengerich
Beiträge: 80
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Hallo Lani.
Beim einschläfern gibt es immer ein für u. wieder, sagst du. In meinem Fall ( und ich kann nur von mir reden ) gab es kein wieder mehr. Da mußte ich mich ganz auf meinen TA verlassen. Er kannte den Berner sehr lange u. hat ihn mehrfach auch mit unkonventunellen Mitteln erfolgreich behandelt, die teilweise sogar kostengünstiger waren. Also bei ihm ging es niemals nur um Geld sondern er hat bei meinen Hunden immer zum Wohle der Tiere gehandelt, zum Teil sogar kostenlos. Der Berner hatte Krebs und mein TA hat mir ehrlich gesagt das seine Kunst am Ende ist. Wer den Hund in seiner letzten Stunde gesehen hat und das Vorfeld kannte würde uns Recht geben. Aber schön das wir bei dir Erfahrungswerte haben. Was kann man denn als Fachmann beim injizieren falsch machen und was passiert dann? Dank im Voraus für deine Antwort. LG Peter. |
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#7 (permalink) |
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Hundemama
Registriert seit: 17.07.2009
Ort: Rheinland Pfalz
Beiträge: 24
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Hallo Peter,
erstmal denke ich, dass egal bei welchem Tier die Geldfrage beim Einschläfern keine so große Rolle spielen sollte. Wenn man von der Wunschvorstellung ausgeht. Leider ist das in der Praxis nicht immer möglich vorallem im Hochleistungssport (Pferde) nicht. In diesem Bereich habe ich die meiste Erfahrung, da ich ja wie schon erwähnt in der Pferdeklinik an der Rennbahn Iffezheim gearbeitet habe. Hier zählt meist nur das schnelle erlösen und das einschläfern wenn die Tiere nicht mehr für den Sport tauglich sind. Doch auch bei den Einschläferungen, die so kostengünstig wie nur möglich ablaufen mussten, wurde immer auf das Wohl der Tiere geachtet. Die Ärzte in der Klinik haben das immer gut gemacht. Ich war bei keiner Euthanasie dabei die schief gelaufen ist und ich war bei vielen dabei. Ob Fohlen, Unfälle oder Abschiebungen weil nicht mehr sporttauglich. Einschläfern oder Erlösen, wie man auch immer es nennen mag, sollte dann geschehen, wenn sein geliebtes Tier nicht mehr schmerzfrei leben kann und die Lebensqualität nicht mehr vorhanden ist. Und es gehört auch dazu, zumindest für mich, dass man seinen Egoismus auf die Seite stellen kann und zum Wohl des Tieres handelt. Was nicht heißt, dass man schnell Aufgeben soll. Um Gottes Willen nicht! Mehrere Meinungen einholen ist wichtig! Falsch machen beim Einschläfern kann man recht viel. Zum einen ist die Dosierung so eine Sache. Zu wenig ist Mist und zu viel kann auch schwere Folgen haben. Zum Beispiel kann es dann zum qualvollen Tod kommen weil die Tiere noch alles mitbekommen. Wenn ein Tierarzt zu einem Reitunfall gerufen wird, hat man nur selten die Möglichkeit das Tier zu wiegen und muss schätzen. Nun ja...und ich muss dir nicht erklären, wie schwer es ist bei einem Pferd zu schätzen. Und bei 50kilo ZUnterschied ist die Dosierung natürlich auch so eine Sache. Daher muss das Mittel welches gespritzt wird dem Tier und der Situation angepasst sein. Im Notfall haben wir immer mit T61 eingeschläfert. Einen weiteren Fehler kann man bei der Injektion selber machen. Zu schnelles Injezieren kann schwere Folgen haben. Ob Vene oder Arterie oder Muskel oder Unterhaut? All das sind Faktoren die Berücksichtigt werden müssen. Normal wird in die Vene injeziert...aber in der Aufregung oder einem zucken des Tieres kann die Nadel auch durchstechen und in die Muskulatur gehen. Das sind aber meistens Fälle die bei Notfällen außerhalb der Praxis auftreten. In der Praxis selbst wird zuerst eine Venenverweilkanüle gelegt. Weiterhin sollte man beachten, dass die Horrogeschichten die Carena in ihrem Post hat alle auf groben Fehlern beruhen. Denn egal wie, sollte ein Tier immer immer immer bevor es Eingeschläfert wird eine ganz normale Narkose erhalten. Sprich, das selbe was jeder Hund vor einer OP bekommt. Nach einer kurzen Wartezeit kann dann das Euthanasiemittel nachgespritzt werden. Wobei auch hier zu Beachten ist, dass das Mittel nicht in den Brustraum gespritzt wird sondern in die Vene oder Arterie. Leider muss ich auch dazu sagen, dass ich nicht immer alles glaube was so im Netz steht. Zum Vergleich habe ich auch schon im Netz gelesen, dass ein Chip ins Gehirn gewandert ist. Ja klar durch die Schädeldecke durch und gegen die Schwerkraft! Wenn ein Chip wandert, dann nur nach unten in die Beine. Und wenn er doch ins Gehirn gewandert ist, dann nur weil der Doc ihn nicht unter die Haut sondern eine Vene oder Arterie gespritzt hat. Hoffe ich konnte ein bisschen weiterhelfen....und meine Angaben basieren lediglich auf meinen eigenen Erfahrungen.... .LG, Lisa Geändert von Lani (28.07.2009 um 20:50 Uhr) |
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#9 (permalink) |
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RR-Besessene
Themenstarter
Registriert seit: 17.07.2009
Ort: Friesland,
Beiträge: 936
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Hallo!
In meinem Fall ging alles schief. Zu kurze Wartezeit zwischen Narkose und Euthanasie und dann wurde das T61 auch noch intracardial (direkt ins Herz)gespritzt. Ich habe mich inzwischen schlau gelesen, dass man T61 auch i.v. spritzen kann und sollte. Dieses ist bei besagtem Hund leider nicht geschehen. LG Carena, Kimani und Cleo
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#10 (permalink) |
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Gast
Beiträge: n/a
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hallo
na das ist wohl das schwerste Thema rund um Sachen Hund. Ich habe letztes Jahr meine alte Huendin zum Tierarzt gebracht, es ging wirklich nicht mehr und ich glaube fast ich habe einen Tag zulange gewartet. Aber die Enscheidung ist sooo schwer. Dennoch, die Hunde, sofern verantwortungsvolle Besitzer, haben nun doch den Vorteil von Ihrem Leiden erloest werden zu koennen. Ich bin dankbar, dass es bei dem Vorgang zu keinerlei Zwischenfall gekommen ist. Erst narkose, dann die endgueltige Spritze, ich weiss nicht welches praeparat gespritzt wurde. Aber die Dicke ist ganz sanft eingeschlafen. Ich werde nie diesen Blick vergessen. Ich habe mich zugleich schuldig wie auch beruhigt gefuehlt. Ich haette schreien koennen.. Und sicher, ihr habt recht, irgentwann kommt der Tag, aber in einem bin ich nicht wirklich eurer Meinung.. Man kann sich nicht auf den Schmerz vorbereiten der einem dann widerfaehrt. Wenn ich jetzt daran denke fange ich schon wieder an zu heulen. |
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| Stichworte |
| euthanasie, hund, pentobarbital, t61, tod |
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