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Alt 15.02.2010, 23:52   #1 (permalink)
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Standard schilddrüse

hallo an alle.

vielleicht könnt ihr ja helfen.
habe eine freundin die demnächst gerne gezüchtet hätte. allerdings kam jetzt herraus das die schilddrüse ihres hundes ( rüde) eine leichte unterfunktion hat. der hund bekommt jetzt tabl. der tierarzt sagte ihr allerdings auch, das der wert evtl auch nur durch aufregung her kommen könnte. sie soll kurz vor beendigung der tabl einen neuen test machen lassen.
da sie bis jetzt noch keine antwort von ihrem verein bekommen hat, ob man mit so einem wert züchten darf, wollte ich euch nun mal fragen, ob ihr das vielleicht wisst?
bitte keine dummen kommentare, dies ist eine ernst gemeinte frage, weil ich kenne mich da nun auch nicht aus.

lg jessica
samba ist offline  
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Alt 16.02.2010, 08:25   #2 (permalink)
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Hallo Jessica,

ich habe selber eine SDU (Schilddrüsenunterfunktion)Hündin. Eine SDU, bzw. die Tendenz dazu, ist vererblich und ich finde nicht dass man mit einem Hund züchten sollte der eine SDU hat.
Ferner gibt es wohl studien die belegen dass bereits ungeborenen Föten mit Thyroxin unterversorgt werden wenn die Hündin eine SDU hat, was bereits im Mutterleib Tendenzen genetischer Natur gibt in Richtung Verhaltensprobleme.

Neben der lebenslangen Tablettengabe gibt es eine Reihe von anderen Symptomen die sehr unschön sind.
Dazu gehören:

Fettleibigkeit
Dürre Hunde
dünnes Fell
frierende Hunde
Ohrentzündungen
Herzfehler
Läufigkeitsstörungen
Hautprobleme
Aggresives Verhalten
übertrieben ängstliches Verhalten
geringe Belastbarkeit in Sinne von Frustration
schlechte Motivation
erhöhtes Schlafbedürfnis
etc.

Wieso die Tabletten abgesetzt werden sollen beim Rüden deiner Freundin kann ich nur mutmaßen. Evtl will der TA die Werte auf normal bringen und so eine SDU verschleiern?
Eigentlich geht man davon aus dass ein SDU lebenslang bestehen bleibt also auch lebenslang Tabletten gegeben werden müssen.

Wenn deine Freundin die Blutwerte hat kannst du sie ja mal hier einstellen. Mit den Referenzwerten bitte, denn die Labore messen mit unterschiedlichen Referenzen.

LG Betty
Angel ist offline  
Alt 16.02.2010, 10:23   #3 (permalink)
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danke für die antwort.
das wird ihr nicht gefallen, zumal beide elterntiere auf der internet seite stehen haben, das sie schilddrüsen-frei sind

nun ja, sobald ich sie noch mal sehe; sie wohnt etwas weiter weg, frag ich sie nach dem befund.

lg jessica
samba ist offline  
Alt 16.02.2010, 12:26   #4 (permalink)
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Hallo Jessica,
siehst du, genau da liegt z.T. das Problem. Die Untersuchung zur Zuchttauglichkeit findet oftmals vor dem 2. Lebensjahr statt. Wenn dann ein Hund innerhalb der Referenzwerte liegt lautet der Befund für die SD o.B. alles in Ordnung.
Das dumme daran ist nur, dass bereits eine sogenannte subklinische, eine im Blut noch nicht in aller Deutlichkeit nachweisbare SDU vorliegen kann.
Das tut es bereits wenn bei einem solch jungen Hund die Werte im unteren Drittel der Referenz liegen. Optimalerweise sollten die SD-Werte bei jungen Hund im oberen Drittel des Referenzbereiches liegen.
Nimmt man denselben Hund mit 4 Jahren und schaut nach den SD Werten können diese bereits im Keller sein. Wieviele Nachkommen ein "begehrter" Deckrüde bin dahin gezeugt hat kann sich jeder ausrechnen und auch eine Hündin kann unter Umständen bereits 2 Würfe gehabt haben.
Ich mache Züchtern dahingehend gar keine Vorwürfe, sie verlasssen sich auf das was ihnen der TA sagt.

Spätestens seit der aufkommenden Frage wieso der RR besonders häufig betroffen zu sein scheint halte ich es für die Pflicht eines jeden Züchters regelmäßig vor jedem Wurf die Werte nehmen zu lassen.
Wollen wir gesunde Hunde haben dürfen wir auch nur gesunden Hunde verpaaren.

Just my 5 cents.

LG Betty
Angel ist offline  
Alt 21.02.2010, 20:08   #5 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Angel Beitrag anzeigen
Hallo Jessica,
siehst du, genau da liegt z.T. das Problem. Die Untersuchung zur Zuchttauglichkeit findet oftmals vor dem 2. Lebensjahr statt. Wenn dann ein Hund innerhalb der Referenzwerte liegt lautet der Befund für die SD o.B. alles in Ordnung.
Das dumme daran ist nur, dass bereits eine sogenannte subklinische, eine im Blut noch nicht in aller Deutlichkeit nachweisbare SDU vorliegen kann.
Das tut es bereits wenn bei einem solch jungen Hund die Werte im unteren Drittel der Referenz liegen. Optimalerweise sollten die SD-Werte bei jungen Hund im oberen Drittel des Referenzbereiches liegen.
Nimmt man denselben Hund mit 4 Jahren und schaut nach den SD Werten können diese bereits im Keller sein. Wieviele Nachkommen ein "begehrter" Deckrüde bin dahin gezeugt hat kann sich jeder ausrechnen und auch eine Hündin kann unter Umständen bereits 2 Würfe gehabt haben.
Ich mache Züchtern dahingehend gar keine Vorwürfe, sie verlasssen sich auf das was ihnen der TA sagt.

Spätestens seit der aufkommenden Frage wieso der RR besonders häufig betroffen zu sein scheint halte ich es für die Pflicht eines jeden Züchters regelmäßig vor jedem Wurf die Werte nehmen zu lassen.
Wollen wir gesunde Hunde haben dürfen wir auch nur gesunden Hunde verpaaren.

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LG Betty
ich stimme Dir vollkommen zu !
Meine beiden werden jedes Jahr regelmäßig getestet !!!
grüßle
__________________
Ein Leben ohne Hund ist langweilig und wenn es im Himmel keine Hunde gibt,will ich dort auch nicht hin !
sandraP. ist offline  
Alt 07.03.2010, 16:41   #6 (permalink)
Esther
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Beiträge: n/a
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Hallo Jessica,

die Werte könnten zur Kontrolle (am liebsten zum gleichen Tageszeitpunkt/gleiche Voraussetzung wie bei erster Abnahme) auch noch einmal genommen werden. Klar, wäre ein weiterer Kostenaufwand.

Toll wäre natürlich die Untersuchung bei einem TA/TÄ die sich gut mit SD/Referenzbereich/ Verhalten auskennt.

Verantwortungsvoll bei Zuchtwunsch wäre es allemal und wichtig natürlich auch fürs eigene Hunderl deiner Freundin.

VG Esther
 
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