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Hunde im Dienst Rettungshund, Begleithund, Therapiehund...


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Alt 14.08.2010, 19:57   #1 (permalink)
Peaches & Cream
 
Benutzerbild von Mbogo
 
Mahjongg: Alchemy Champion!
Registriert seit: 05.08.2009
Beiträge: 41
Standard Hobby-Dienst

Ich finde das generell ein schönes Unterforum, deshalb möchte ich das gerne mit einem neuen Fred ergänzen - und vielleicht auch Anregungen geben.

Mein 8-jähriger Sprößling hat immer mit Hunden gelebt - das war für ihn ganz normal. Als Kindergartenkind war er im Waldkindergarten. Und hatte Kiga-Freunde, die panische Angst vor Hunden hatten. Die Kindergartenfeste im Wald waren aber wiederum so, dass Buko natürlich mitging.

Über die drei Jahre schwanden Ängste bei den Kindern. Der Respekt blieb. Beim Abschlußfest war ich wirklich von den Socken, was Bukoko so ganz nebenbei bewirkt hatte... Wir hatten auch zwischendurch in der Zeit Mantrail-Spaß-Sachen mit den Kiga-Kindern, was die Kinder sehr beeindruckt hat. Hund kann eigentlich ganz Tolles!

Junior kam dann in die Schule - und Buki mit...

Aus der Kiga-Erfahrung wollte ich das in die Schule mitnehmen. Und in Abstimmung mit Lehrern, der Direktorin und vor allem den Eltern vermitteln wir jetzt auch unbedarften oder ängstlichen Kindern in der Grundschule den richtigen Umgang mit Hunden.

Der ermahnende Zeigefinger ist da immer oben. Und dabei helfen mir meine zwei so gegensätzlichen Hunde. Erst kommt Röschen zum Einsatz. Sie lehrt die Kinder mit ihrem überschäumenden freundlichen Gemüt, dass "Jiiiiipiiiieh, ein Hund!" mit "Jiiiiiepiiieh, ein Mensch!" beantwortet werden kann. Je mehr Freude des Menschen, desto mehr Hüpf beim Hund... Natürlich ist der Hund gesichert und dem Kind wird erklärt. Und Kind lernt sehr schnell den Zusammenhang zwischen eigenem Verhalten und hündischem Verhalten.

Im zweiten Schritt kommt Buki. Buki ist Feinsprache... Auf "Jiiiiipiiiieh, ein Hund!" reagiert er mit kompletter Versteinerung. Und daran erklärt Frauchen wiederum den Streß, der bei Hunden mit einem unerwünschten Knuddler entstehen kann.

Für mich ist es ein sehr guter Weg, Bewusstsein zu schärfen und vielleicht auch tolerantes Denken wachzurütteln. Den Unbedarften ein wenig Alarmglocken mitzugeben und den Ängstlichen Unsicherheiten zu nehmen. Und jeder Beißvorfall, den es deshalb weniger geben könnte, ist ein imaginärer Strich auf meiner Wunschliste.

Ich hab es mich lange nicht getraut - und bin auch jetzt extrem vorsichtig. Obwohl ich meine Hunde wohl schon gut einschätze.

Warum ich den Fred vor allem erstelle: Es gibt soviele sinnvolle Möglichkeiten, RRs nicht nur Sofahunde sein zu lassen. Dazu muss man weder Diensthundeführer noch Jäger sein. Nur kreativ und realistisch...

Liebe Grüße

Susanne mit Bukoko und Mbhali
Mbogo ist offline  
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Alt 15.08.2010, 11:10   #2 (permalink)
und Bonny
 
Benutzerbild von Shiva
 

Registriert seit: 12.02.2010
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Beiträge: 450
Standard AW: Hobby-Dienst

Da habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht.

Auch Bonny, die in allen Lebenslagen immer absolut souverän ist, ist zur den KiGa-Zeiten meiner beiden Kinder oft der Star im Kindergarten gewesen. Ich wurde extra mit ihr bestellt, um mit den Kindern zu üben. Die Kinder haben hierbei viel gelernt und so kann ich nur sagen, daß solche Besuche ein voller Erfolg waren.
In der Grundschule setzte sich das fort und es gab immer wieder bestimmte Unterrichtsstunden, die sich ausschließlich um Bonny bzw. den Umgang mit dem Hund am lebenden Beispiel drehten.

Das war allerdings alles vor Shivas Zeiten. Shiva ist auch anders. Während Bonny immer und überall everybodys Darling verkörpert, mag Shiva nicht von unzähligen Kinder- oder auch Erwachsenenhänden angetatscht werden. Sie möchte gerne selbst Kontakt aufnehmen oder auch, es ganz sein lassen.
Gehen Fremde auf sie zu und wollen sie anfassen, weicht sie meist aus und geht weg.
Täglich komme ich mehrmals an einem Kinderspielplatz vorbei und natürlich kommen dann auch oft Kinder raus und fragen, ob sie die Hunde anfassen dürfen. Ich antworte dann stets, daß die Hunde das entscheiden dürfen. Bleiben sie stehen, dann mögen sie das und wenn sie aber weitergehen, dann mögen sie nicht und die Kinder müssen dies respektieren.
In aller Regel bleibt Bonny natürlich stehen und genießt das. Shiva geht meist erst mal weiter, bleibt dann aber doch stehen, guckt und kommt zurück. Werden es ihr aber zu viele oder sind sie zu forsch, dann geht sie wieder weg. Allerdings nicht hektisch oder verschreckt oder mißmutig, einfach nur in aller Seelenruhe.

Gestern hatte ich nun ein Erlebnis, das mich nachhaltig besonders beeindruckt:
Meine älteste Tochter betreut nebenbei autistische und behinderte Menschen, die in einem betreuten Wohnheim leben.
Gestern nun war sie mit 2 dieser Bewohnern spazieren und verabredete sich dann telefonisch mit mir, weil sie ihnen gerne die Pferde zeigen wollte, um ihnen mal was anderes zu bieten.
Es waren ein Junge im Rollstuhl und ein älterer, äußerst schwerhöriger Herr, der wie ein kleines Kind wirkte.
Natürlich waren auch beide Hunde im Stall, als unsere Besucher eintrafen.

Wir brachten die beiden behinderten Gäste in die Schleuse, so daß sie nicht an die Pferde ran konnten und diese nicht an sie, aber sie dennoch die Tiere hautnah beobachten konnten.
Die Hunde waren bei uns. Shiva schien irgendwie zu spüren, daß diese beiden Gäste "anders" sind als andere Menschen, die uns sonst begegneten. Denn sie suchte förmlich deren Nähe. Sie blieb zwar wie immer völlig unaufdringlich, wich aber überhaupt nicht aus und schien sich geradezu so positionieren zu wollen, damit die beiden Besucher etwas von ihr haben.
Normalerweise sucht sie sich in ruhiges Plätzchen, wo sie sich hinlegt. Jetzt blieb sie aber immer bei den beiden, so als ob diese "dazugehörten".

Dieser Besuch hat ich schwer beeindruckt - auch weil ich persönlich sonst keinerlei Erfahrungen mit diesen Menschen habe, eben nur über die Erzählungen meiner Tochter. Aber es hat mich sehr gefreut, wie begeisterungsfähig sie waren und wie wenig es im Grunde dafür braucht.
__________________
Liebe Grüße

Martina
Shiva ist offline  
Alt 15.08.2010, 13:36   #3 (permalink)
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Benutzerbild von Angel
 
Mind Me Bloody Beer Champion!
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Beiträge: 1.083
Standard AW: Hobby-Dienst

Da sieht man wieder wie unterschiedlich die Hunde sind.

Wir hatten einen Geh-behinderten jungen Mann zu Besuch dessen Fortbewegungsart für meinen Hund wirklich mehr als seltsam zu sein schien.

Mein Mann hat zusätzlich den Fehler gemacht und hat Angel den Besuch nicht angekündigt. Als der junge Mann sich so "merkwürdig" und unvermittelt auf unserer Terrasse bewegt hat war sie völlig ausser sich und hat ihn unsicher angebellt.
Nachdem ich ihm einen Platz zum sitzen angeboten hatte war jedoch alles ok für sie: "Mensch der sitzt kenn ich, kann ich hin und mich anfassen lassen".


Die beiden elektro-Rolli Fahrer (ein sehr tierliebes Ehepaar) erkennt sie mitlerweile schon von Weitem und läuft freudig hin um sich ihre Streicheleinheiten abzuholen.
Da ist das kein Ding.
Kinder sind ihr unangenehm, seit mein Patenkind mal auf sie drauf gefallen ist als sie geschlafen hat.
Meine kleine blonde Nicht jedoch wird von Angel geliebt.

Alles in allem wäre das Engelchen kein guter Therapie-Hund.

Dafür hat sie mir viel beigebracht. Kritik auszuhalten wenn man einen wild bellenden Hund an der Leine hat. Durch ausdauerndes und konsequentes, liebevolles Training sind diese Zeiten zwar vorbei, aber wir sind so zu einem super Team zusammen gewachsen.

Toll was der Bukinator und das Röschen da leisten.
Und die Bonny, mei... Martina du weisst dass ich deine Bonny vom ersten Augenblick an sehr gerne mag. Shiva ist ebenso ein Schatz (muss wohl doch an Stonehenge liegen *insider*)

LG Betty
Angel ist offline  
Alt 15.08.2010, 15:18   #4 (permalink)
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Benutzerbild von Wuff
 

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Beiträge: 186
Standard AW: Hobby-Dienst

Hallo,
ich setze Lion zwar nicht formalisiert im Kindergarten ein, aber oft bei Spaziergängen oder in Restaurants.

Da er so lieb-drollig aus der Wäsche schaut kommen schon mal die Eltern und fragen, ob das Kind den Hund streicheln darf. Und dazu der Satz 'der/die Kleine kennt keine Hunde'. Ich erkläre dann, wie man sich dem Tier nähert und Lion zeigt eine unendliche Geduld, trotz seiner Jugend. Habe ihn dabei natürlich an der Leine und kurz gefaßt.

Viele Eltern haben sich bei mir dafür bedankt und - da Angst vor Hunden ja oft von den Eltern ausgeht - werde ich danach manchmal gefragt, ob sie denn auch mal streicheln dürfen. Ich finde es gut, wenn Eltern sich ihre Angst eingestehen und aktiv daran arbeiten, den Kindern dennoch einen Umgang mit Tieren zu vermitteln. Da helfen wir gerne.

Für Besuche in Kindergärten oder Schulen ist er noch zu ungestüm, aber bei einzelnen Kids geht es super.

Neulich saßen im Biergarten Leute mit einem schwerstbehinderten, spastischen Kind. Lion versuchte, mit dem Mädchen zu flirten. Ich sprach sie an, ob das Kind evtl den Hund streicheln möchten. Sie dankten mir, lehnten aber ab mit dem Hinweis, daß das Kind kneift und sie nicht möchten, daß sie dem Hund wehtut.

Lion ist im Umgang mit Behinderten/Rollstuhlfahrern/Rollator/Krücken total locker, da er das in der Sozialisierung kennengelernt hat. Er ist dann einfach nur vorsichtiger und weniger stürmisch.
__________________
Liebe Grüße von Wuff
Wuff ist offline  
Alt 17.08.2010, 17:08   #5 (permalink)
Dia
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Ort: Dortmund
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Dia ist der Babynator wie schon in dem Fred "Freilaufendes Kleinkind" beschrieben.

Ich passe in meiner Freizeit nicht nur auf die Zwillinge auf sondern noch auf ein paar andere Kinder, verschiedener Altersklassen.

Dia ist eher der Typ zurückhaltender Hund, der sich auch nicht gerne von Fremden anfassen lässt. Bei Leuten die schon ankommen mit "ach was ist denn das für ein tolle Hund" und ihm direkt auf die Birne packen wollen, duckt er sich und geht zurück. Das ist auch völlig ok für mich und ich kündige das meist auch vorher an das er das überhaupt nicht mag und die Leute das lieber lassen sollten.

Bei Kindern ist das anders. Bei kleineren kommt die Versteinerungstaktik zum Einsatz! Da steht er stock und steif da und lässt es über sich ergehen, aber natürlich mit ziemlich angeekeltem Blick zum Frauchen.

Bei etwas älteren (die natürlich ganz anders mit ihm umgehen) ist er eher so der Kumpel der gerne spielt und seine Tricks vorführt. Ganz entspannt sich streicheln lässt und auch dem ein oder anderen mal durchs Gesicht schlabbert!

LG

Saskia&Dia


PS: Meinem Opa, mit dem wir momentan auch zusammen leben und der Demenz hat, tut Dia richtig gut. Er geht gerne zu ihm und lässt sich von ihm streicheln oder legt seinen Kopf auf seinen Schoss, wenn Opa wieder traurig ist. Das zaubert meinem Opa dann immer ein lächeln aufs Gesicht. Bei ihm ist Dia auch weniger grobmotorisch als sonst. Er latscht ja gerne auf Füße und rempelt einen an. Bei Opi ist das anders, bei ihm passt er auf das er nicht auf seine schmerzenden Füße tritt!
Unser persönlicher Therapiehund eben!

Geändert von Dia (17.08.2010 um 17:14 Uhr) Grund: PS:
Dia ist offline  
Alt 17.08.2010, 18:31   #6 (permalink)
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Beiträge: 19
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Hallo Susanne, schön daß du mal wieder einen weg gefunden hast deine doggies zu beschäftigen, fand es traurig daß du dich, du weißt schon wo so heimlich weggeschlichen hast. lg felicitasundhund
felicitasundhund ist offline  
Alt 12.09.2010, 14:21   #7 (permalink)
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Benutzerbild von Babsi&Nsoah
 

Registriert seit: 12.09.2010
Ort: Österreich
Beiträge: 19
Standard AW: Hobby-Dienst

Hello

Mein rüde ist ein richtig " arbeitsgeiler ridgeback " ...
er begleitet meine freundin die im rollstuhl sitzt, sehr oft im
alltag und hilft wo er kann.
in seinen 2 jahren, die er nun bei mir lebt, hat er sehr viel gelernt.

er kann gegenstände von A-B tragen
alle gegenstände ( auch metall) aufheben und in die hand bzw schoß legen
kasten aufmachen,
lichschalter betätigen
usw...

er ist ein toller trickdog und beherscht sehr viele tricks *g*
sobald ich den clicker in die hand nehme, steht er mit seiner
ganzen aufmerksamkeit stramm neben mir :-)

un beginnt seine ausbildung als service-dog und ich freue mich
riesig auf die gemeinsame arbeit mit ihm ..


lg babs
Babsi&Nsoah ist offline  
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