|
|
|
|
#1 (permalink) |
|
Fellow
Registriert seit: 15.07.2009
Ort: Hessen
Beiträge: 1.062
|
Hallo Leute
wir haben protestiert was das Zeug hält. Vorest wurde das Experiment gestoppt. Allerdings hat man heute verkündet, dass es fortgesetzt werden soll. Leider sind 10 Schweine schon gestorben und man meint, das Experiment müsse fortgesetzt werden, damit der Tod dieser 10 Schweine nicht umsonst gewesen sei. "Welch eine Logik" Lawinenexperiment mit Schweinen im Ötztal Ein Tierversuch im hinteren Ötztal sorgt für Diskussionen. In Vent werden 29 Schweine lebendig in den Schneemassen einer simulierten Lawine vergraben. Die Tiere kommen dabei ums Leben. Das Experiment ist genehmigt und dauert 14 Tage. Wissenschaftler: Sind auf Tierversuch angewiesen. Aufschlüsse über Umstände des Todes Die internationalen Wissenschaftler unter der Federführung der Universitätsklinik für Anästhesie in Innsbruck erhofften sich so Aufschlüsse über die Umstände des Todes eines Verschütteten in einer Lawine, sagte Herman Brugger vom Institut für Alpine Notfallmedizin in Bozen. Man sei hier auf einen Tierversuch angewiesen, da man das in keiner anderen Situation simulieren könne, so Brugger. Experiment soll zwei Wochen dauern Begonnen hat das Experiment am Dienstag. Die Vergrabung der insgesamt 29 Schweine erstreckt sich - so der Plan der Wissenschafter - über rund zwei Wochen, pro Tag sind es etwa zwei bis drei Schweine. Schweine werden im Schnee begraben Die Schweine werden dafür narkotisiert und an Geräte angeschlossen, in den Schnee gelegt und begraben. Je nach Größe der Atemhöhle verfolgen die Forscher über Minuten bis Stunden das Ende der Tiere. Andere Tiere werden bis zum Kopf eingegraben und erfrieren. Nach dem Tod werden Gewebeproben entnommen, um weitere Aufschlüsse für die Medizin zu gewinnen. Bergrettung distanziert sich vom Tierversuch In Sölden will man nichts von der genauen Art der von der Tierethikkommission genehmigten Versuche gewusst haben. Mit Schlagzeilen von Tierversuchen im Skigebiet hat man in Sölden wenig Freude. Die Bergrettung Tirol sieht in dem Experiment keinen Sinn und hat sich von den Versuchen distanziert. quelle Lawinenexperiment mit Schweinen im Ötztal - oesterreich.ORF.at ~~~~ ++ grüne protestieren OTS078 5 II 0156 FMB0001 CI 14.Jän 10 INNENPOLITIK GRÜNE BRUNNER TIERSCHUTZ ÖTZTAL SCHWEINE LAWINE Brunner: Lawinenexperiment mit Schweinen muss sofort abgebrochen werden Utl.: Grüne kündigen parlamentarische Anfrage an = Wien (OTS) - "Das 14-tägige Lawinenexperiment mit 29 Schweinen im Ötztal, bei dem pro Tag zwei bis drei Schweine von einer simulierten Lawine verschüttet werden und die Tiere ums Leben kommen widerspricht allen ethischen Grundsätzen, die bei Tierversuchen einzuhalten sind. Es ist daher unbegreiflich, dass diese Experimente von einer Ethikkommission genehmigt wurden", kritisiert die Tierschutzsprecherin der Grünen Christiane Brunner und kündigt eine parlamentarische Anfrage an das Wissenschaftsministerium an. Es sei auch fragwürdig, inwieweit dieser Versuch Aufschlüsse über die Umstände des Todes bei Lawinenopfern geben oder diesen helfen könne. "Dass sich die Bergrettung von diesem grauenhaften Versuch distanziert, weil sie keine Nützlichkeit darin sieht, spricht Bände", so Brunner. "Ich fordere einen sofortigen Abbruch der Experimente und werde genau hinterfragen, wie die Genehmigung dieser Versuche zustande gekommen ist." Rückfragehinweis: Die Grünen Tel.: +43-1 40110-6697 mailto resse@gruene.at~~~~~ quelle: Digitale Pressemappe: |
|
|
| Anzeige |
|
|
#2 (permalink) |
|
Registrierte Benutzer - unmoderiert
Registriert seit: 15.07.2009
Beiträge: 249
|
nun, ich denke ich mache mich unbeliebt aber ich kann nicht genug sachkunde aufbringen um dieses experiment zu verurteilen.
ist es erfordelrich? kann man die situation zum einen technisch nachstellen und zum anderen die gefundenen ergebnisse auf den menschen übertragen? ich weiß es nicht. veruteilen aus prinzip kommt für mich hierbei jedoch nicht in betracht. diesen luxus gönne ich mir wenn es um schminke und vergleichbares geht, nicht aber bei medikamenten oder ähnlichem. pete |
|
|
|
|
#3 (permalink) |
|
Fellow
Themenstarter
Registriert seit: 15.07.2009
Ort: Hessen
Beiträge: 1.062
|
Die meisten, die in Lawinen umkommen, sind die, die sich nicht an die Vorschriften und Warnungen gehalten haben. Glaubt denn einer, es ist für die Angehörigen tröstlich zu wissen wie sie das Leben beenden mussten, ob sie 3 min. noch atmen konnten, oder ob sie nach 5 min, erfroren sind oder ob ihr Leidensweg doch länger war? Die Bergungshelfer waren jedenfalls nicht rechtzeitig da und sie konnten nicht geborgen werden. Auch durch das Töten der Schweine können die Rettungshelfer nicht schneller sein.
Also, ich frage mich jedenfalls wofür's gut sein soll. Ausserdem sind bei jedem Lawinenunglück die Gegenbenheiten anders, was kann man bei diesem Experiment gesondert herausfinden? Du hast recht, auch mir fehlt natürlich die Sachkunde, aber verständlich ist es mir rein aus der Logik heraus trotzdem nicht. |
|
|
|
|
#4 (permalink) |
|
Registrierte Benutzer - unmoderiert
Registriert seit: 15.07.2009
Beiträge: 249
|
wie gesagt, ich habe keine sachkunde, daher rein fiktiv. ich stelle mir vor, diese untersuchungen ergeben, dass man entgegen heutiger annahme nicht nach 5, sondern erst nach 15 min stirbt.
dann wäre es vorstellbar, das gesamte rettungssystem umzustrukturieren. oder man merkt, dass die menschen nicht erfrieren, sondern ersticken. dann wäre es doch denkbar entsprechende vorsorgeeinrichtungen zur sauerstoffversorung zu konstruieren. wie gesagt, ich habe keine eigene kenntnis, kann mir mit meiner logik aber vertretbare gründe für den versuch vorstellen. pete |
|
|
|
|
#5 (permalink) |
|
Fellow
Themenstarter
Registriert seit: 15.07.2009
Ort: Hessen
Beiträge: 1.062
|
super, doch noch was los hier. Dachte grad schon, hier wären schon Alle am schlafen.
Kann sein was Du sagst, aber es gibt heute gewiss andere Techniken um das zu testen. Unter dem "Mantel Forschung" gibt es wohl nichts mehr, was dem Menschen "heilig" ist....da stellt man sich vor Tiere, die man ganz bewusst in eine "Todesposition" bringt, um deren langsamen Todeskampf akribisch aufzeichnen zu können.... damit Leute abseits der "Pisten" ein noch rücksichtsloseres Verhalten an den Tag legen können, als bisher.... "Quo vadis, homo sapiens"...wohin geht dein Weg?.... irgendwann wirst du wieder mit der Keule in deiner Höhle sitzen, und darauf warten, dass ein Lebewesen deinen Weg kreuzt, damit du es erschlagen kannst....und das ist dann vermutlich "humaner", als Teile der Forschung unserer Zeit... Man kann doch auch die Katastrophe nie genau nachstellen, Niemand weiss wie gross die Luftblase in jedem Einzelfall ist und wenn die Rettungskräfte den Verschütteten zu spät finden, hilft es auch nichts mehr. Ich weiss nicht, mir erscheint es irgendwie sinnlos. |
|
|
|
|
#6 (permalink) |
|
Registrierte Benutzer - unmoderiert
Registriert seit: 15.07.2009
Beiträge: 249
|
nun, so richtig verstehe ich das nicht ganz. womöglich habe ich auch eine andere auffassung zum verhältnis mensch-tier.
ich weiß nur, sollte mein sohn irgendwann in einer situatin überleben, weil zuvor einige fachmännisch sedierte schweine in den tod geführt wurden, so trauere ich um keines der tiere. ich danke ihnen und den forschern. pete |
|
|
|
|
#7 (permalink) |
|
Fellow
Themenstarter
Registriert seit: 15.07.2009
Ort: Hessen
Beiträge: 1.062
|
Also bitte nicht falsch verstehen, auch mir geht ein Mensch immer noch vor ein Tier und ich habe auch durchaus Verständnis für Forschungen bei seltenen Krankheiten usw., wenn es eben keine anderen Möglichkeiten gibt.
Ich gehöre absolut nicht zu der Fraktion der radikalen Tierschützer, die meinen Jägeransitze und dgl. anzusägen. Aber der geschilderte Fall erscheint zumindest mir nicht sehr sinnvoll und das ist es was mich aufregt. Wenn dieses Experiment wirklich so eminent wichtig und sinnvoll ist, wird es mit Sicherheit fortgeführt. Nicht nur ich bezweifle das, warten wir's ab. |
|
|
|
|
#8 (permalink) |
|
Gast
Beiträge: n/a
|
Pete,
für Dich als Vater wäre erstmal die intelligenteste Lösung Deinem Sohn, sollte er von NRW aus einmal in die Situation kommen Ski zu fahren, einzubläuen, dass er die gesicherten Pisten nicht verlassen soll. In Friedenszeiten ist nunmal die Hauptklientel der Lawinenopfer hirnlose Skifahrer, Snowboarder und Tourengeher. Würde sich jeder an Empfehlungen halten müssten keine solchen sinnlosen Experimente durchgeführt werden. Gruß Sepp Geändert von sepp (24.01.2010 um 13:35 Uhr) Grund: Tippfehler |
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|